!ACHTUNG

Gegen Gewalt im Jugendverband

Unser Konzept gegen (sexualisierte) Grenzüberschreitungen und Gewalt im Jugendverband heißt !ACHTUNG– und das verstehen wir in zweierlei Weise:

  • !ACHTUNG meint wir respektieren unser Gegenüber, die Anderen, und besonders die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen.
  • !ACHTUNG heißt aber auch, wir passen auf, lassen Dinge nicht einfach geschehen oder schauen gar weg

 

Die wichtigsten Bestandteile unsere Präventionskonzeptes

  • Die Jugendordnung der Johanniter-Jugend in der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. definiert Kinderschutz als grundlegende Aufgabe und verankert das !ACHTUNG-Konzept strukturell. Damit positioniert sich die Johanniter-Jugend für den Schutz von Kindern und Jugendlichen und gegen jede Form von Grenzüberschreitungen und (sexualisierter) Gewalt und definiert Interventionsmöglichkeiten für den Ernstfall.
  • Die Ehrenerklärung formuliert die grundlegende Haltung gegenüber Kindern und Jugendlichen. Alle, die in der Johanniter-Jugend Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen, müssen sie unterschreiben und das erweiterte Führungszeugnis vorlegen.
  • Die Vertrauenspersonen sind zumeist ehrenamtliche Ansprechpersonen für (sexualisierte) Gewalt in den Landesverbänden. Mithilfe des Interventionskonzeptes leiten sie im Ernstfall Maßnahmen ein. Sie arbeiten dabei eng mit den JUH- Fachstellen Kinderschutz zusammen, leisten Präventionsarbeit, leiten Schulungen und informieren zum Konzept.
  • Die Arbeitshilfe !ACHTUNG vermittelt grundlegendes Wissen zum Thema sexualisierte Gewalt. Sie gibt Hilfestellung bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
  • Das Interventionskonzept gibt den Vertrauenspersonen Hilfestellung beim Vorgehen im Vermutungsfall und definiert Qualitätsstandards für Interventionen.
  • Im Fachausschuss !ACHTUNG, dem Gremium, in dem das Präventionskonzept weiterentwickelt wird, treffen sich zweimal im Jahr die Vertrauenspersonen und diskutieren konzeptionelle Anpassungen und Entwicklungen.
  • Bei Veranstaltungen der Johanniter-Jugend ist Präventionsarbeit implementiert. Mittels Analysen zum Gefahrenpotential und grundständiger Auswertung werden Grenzüberschreitungen bei z. B. Veranstaltungen erschwert. Vertrauenspersonen sind vor Ort, es werden Informationsangebote vorgehalten und Beschwerdemöglichkeiten sowie angebotsspezifische Verhaltensregeln verankert.
  • In Bildungsveranstaltungen und Schulungen werden Jugendgruppenleiter*innen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt informiert. Auch in der Jugendgruppenleiter-Grundausbildung sowie in der Ausbilder-Fortbildung Schulsanitätsdienst werden Unterrichtseinheiten zum Thema durchgeführt.
  • Mit Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit positioniert sich die Johanniter-Jugend deutlich nach innen und außen. So bleibt die Aufmerksamkeit für das Thema bestehen und Täter*innen werden abgeschreckt.

 

Das Kinderschutzkonzept der JUH

Als bundesweitere Träger der Jugendhilfe verfügt die JUH seit November 2015 über ein Kinderschutzkonzept. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein und das Bundeskinderschutz- Gesetz gibt strengere Regeln für Jugendhilfeträger vor.

Bei der Entwicklung des Kinderschutz- Konzeptes diente ACHTUNG als inspirierendes Vorbild. Wir arbeiten bei der Vorbeugung von Kindesmisshandlung und bei der Unterstützung von Betroffenen im Ernstfall eng zusammen. So sind die „Fachstellen Kinderschutz“ mit unseren Vertrauenspersonen vernetzt und unterstützen deren Arbeit. Mit der Kinderschutz-Hotline (0800 546 33 70 KINDER+) bieten sie eine Beratungsmöglichkeit für alle Johanniter*innen."