Einsatz lohnt sich!

Er ist zielstrebig, teamfähig und ein Helfer aus Leidenschaft. Christian Mienert (23) aus Hagen ist Sachbearbeiter für Social Media und Jugend und nebenbei auch noch Einsatzführer für die Katastrophenschutz-Einsatzeinheit. Mit viel Engagement hat er sich seinen Aufgabenbereich bei den Johannitern quasi selbst geschaffen. Im November wurde er mit seinen Kollegen nach Berlin zu einer Preisverleihung eingeladen. 

Christian, wie bist du zu den Johannitern gekommen?

Im Jahr 2013 wollte ich nach dem Abi eigentlich ein Studium anfangen. Im September habe ich mich aber umentschieden – wollte erstmal eine Freiwilliges Soziales Jahr, also das FSJ, im Bereich der Jugendarbeit machen. Schon früher war ich als Gruppenleiter mit Jugendgruppen unterwegs und das hat mir großen Spaß gemacht. Damals war die Geschäftsstelle der Johanniter in der gleichen Straße ansässig, in der ich auch wohnte. Also bewarb ich mich und wurde genommen. Ich war dann dafür zuständig, den Kontakt zu Schulen zu halten, Schulsanitäter auszubilden, Material zu beschaffen und hatte noch einige andere organisatorische Aufgaben.

Und wie ging es nach dem FSJ weiter?

Nach meinem FSJ habe ich mich dann entschieden, diese Organisation nicht unbedingt wieder verlassen zu wollen. Es hat mir einfach gefallen. Relativ schnell war klar, dass ich als Kaufmann im Gesundheitswesen weitermachen kann. 

Und hat dir die Ausbildung genauso gut gefallen wir das FSJ? Würdest du sie jungen Menschen weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall! Ich hatte immer das Gefühl, dass ich, im Vergleich zu anderen Azubis in meiner Berufsschulklasse, die Möglichkeit hatte, in viel mehr Bereiche und Aufgaben reinzuschnuppern. Es war einfach sehr facettenreich, denn ich konnte zum Beispiel auch mal in die Buchhaltung, den Vertrieb oder das Marketing reingucken.

Mittlerweile bist du Social-Media-Beauftragter für den ganzen Regionalverband. Aber das war doch bestimmt nicht Teil der Ausbildung?!

Nein, das stimmt. In das ganze Social-Media-Thema bin ich durch mein Ehrenamt bei der Katastrophenschutzeinsatzeinheit in Hagen gekommen. Die Einheit kommt zum Beispiel bei Evakuierungen zum Einsatz oder wenn irgendwo etwas mit vielen Verletzten passiert ist. Mir fiel auf, dass der Ortsverband Hagen keine Facebook-Seite hatte und das wollte ich gerne ändern. Ich fand, dass wir unsere ehrenamtlichen Einsätze und alles, was wir sonst so machen, mal zeigen sollten. Also habe ich mich der Sache angenommen. Ich habe mir mit der Zeit das meiste selbst beigebracht, mich eingelesen, Dinge ausprobiert und so Social Media selbst zu meinem Steckenpferd gemacht. Mittlerweile hat der Vorstand mir die Verantwortung für den gesamten Regionalverband gegeben. 

Klingt so, als hätte man bei den Johannitern viel Spielraum für sein Tätigkeitsfeld.

Auf jeden Fall. Ich habe von den Johannitern schon viele Fortbildungen und Chancen bekommen, habe eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, bin Erste-Hilfe-Ausbilder, habe einen LKW-Führerschein, durfte Fortbildungen im Bereich Führung oder auch im Qualitätsmanagement machen. Das und die Tatsache, dass die Aufgaben hier so vielfältig und abwechslungsreich sind, machen die Arbeit bei den Johannitern zum Traumjob.

Nun kennst du ja beide Seiten, den Einsatz und die Arbeit am Schreibtisch. Was meinst du denn: Kann man auch vom Schreibtisch aus die Welt retten? 

Ganz sicher! Gerade im Bereich Social Media ist viel möglich und in der heutigen Welt kann man viele Menschen bewegen! Ich habe zum Beispiel eine Facebook-Kampagne ins Leben gerufen die hieß „Menschen wie du und ich”. Im Rahmen der Kampagne haben wir unsere Ehrenamtler via Facebook vorgestellt und sie haben von ihrem Engagement erzählt.

Was wolltet ihr mit der Kampagne bewirken? 

Sie sollte zeigen, dass jeder helfen kann. Es braucht nicht unendlich viel Zeit für ein Ehrenamt, sondern auch mit Familie, Beruf und Freunden lässt sich ein Ehrenamt in der Regel gut vereinbaren. Mit dieser Kampagne haben wir den vierten Platz beim Förderpreis die „Helfende Hand” gemacht. Auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, zeigt er, wie man mit kleinen Aktionen die Welt verändern kann.

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