Erzieher mit vielen Saiten

Daniel Projan (26) aus Stendal ist erst seit Anfang 2017  bei den Johannitern und schon Leiter des Projekts „Sprach-Kita“. Der Hobby-Gitarrist kommt bei den Kindern besonders gut durch seine ausgeglichene Art an. 

Daniel, erzähl mal was für dich die Arbeit als Erzieher so besonders macht?

Ich finde es toll zu sehen, wie Kinder sich entwickeln und die Arbeit mit ihnen macht mir Spaß. Männliche Erzieher sind ja eher die Ausnahme, aber in meinem Team habe ich mich trotzdem von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. 

Und was macht es für dich so einfach, dich in deinem Team wohlzufühlen?

Ich bin ein sehr humorvoller Mensch und bereite den Kollegen gerne Spaß. Mit mir können sich die Kollegen gut unterhalten. Der Austausch ist mit auch für die Sprach-Kita sehr wichtig. Zusammen entwickeln wir zum Beispiel neue Methoden und  Herangehensweisen, um mit den Kindern spielerisch das Lernen zu integrieren. So begrüßen wir uns morgens etwa auf unterschiedlichen Sprachen, zum Beispiel russisch, arabisch oder englisch. Dann heißt es mal “Dobroye utro”, “sabah alkhyr” oder "good morning". 

Deine Kollegen beschreiben dich als ruhig und besonnen. Warum glaubst du, ist das gerade für deinen Job wichtig?

Das sollte eine Grundfertigkeit als Erzieher sein, sich in Geduld zu üben. Bei den Kindern klappt nicht immer alles beim ersten Mal und deshalb sollten wir die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Es ist wichtig, nicht ungeduldig zu werden. Jedes Kind hat schließlich sein eigenes Tempo. 

In der Kita geht es doch sicherlich auch mal hoch her. Wie schaltest du denn nach getaner Arbeit ab?

Ich treffe mich gerne mit Freunden. Ich bin auch ein richtiger Familienmensch. Meine Eltern wohnen nicht weit entfernt und mit meiner Zwillingsschwester halte ich eh immer zusammen. Sonst spiele ich noch gerne hobbymäßig Gitarre. Darüber freuen sich übrigens auch die Kinder in der Kita. Wenn ich die Gitarre dabei habe und wir im Kreis  sitzen und singen haben wir jede Menge Spaß.

Würdest du denn sagen, dass Kinder den Horizont erweitern?

Ja, definitiv. Ich lerne jeden Tag dazu. Das kindliche Auge ist ein ganz anderes. Erwachsene sind viel vorurteilsbehafteter. Wie Kinder die Welt erklären und wahrnehmen, erstaunt mich immer wieder. Das ist unheimlich bereichernd.

 

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