Die gute Seele für Senioren

Regina Erdmann kam vor 20 Jahren zu den Johannitern und wie sie selbst sagt, wäre sie nirgendwo lieber. Heute ist  sie Kundenberaterin in Hagen. Wenn die 64-jährige im kommenden Jahr in Rente geht, ist eines jetzt schon sicher: Ihr Ehrenamt verbindet sie weiter mit den Johannitern. 

Regina, wie kam es, dass du dich vor 20 Jahren für unsere Organisation entschieden hast?

Ich bin damals nach einer Auszeit wieder in den Job eingestiegen. Erst geringfügig beschäftigt und schon kurze Zeit später mit einer Teilzeitstelle. Meine Aufgabe war es den Menüservice mit aufzubauen, der das ganze Jahr über ein warmes Mittagessen nach Hause liefert. Dazu gehörte die Beratung von Bestandskunden sowie das Gewinnen neuer Kunden.

Da es in diesem Bereich viele Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen gibt, wie Dialyse-Patienten oder Diabetiker, habe ich mich mit verschiedenen Ernährungsseminaren weitergebildet. So kann ich Kunden nun auch über Diätformen beraten. Die Arbeit bei den Johannitern hat mir von Anfang an Spaß gemacht, das Umfeld stimmt

Das scheint ja so geblieben zu sein! Auch wenn deine Aufgaben jetzt sicherlich andere sind, oder?

Ja, das ist so geblieben. Als Kundenberaterin bin ich heute für Hagen, Wetter, Herdecke, Witten und Breckerfeld zuständig und die erste Ansprechpartnerin für die Beratung zu unseren Dienstleistungen vor Ort. Dazu gehört unter anderem der Hausnotruf. Darüber hinaus nehme ich an verschiedenen Netzwerktreffen für die Johanniter teil.

Würdest du sagen, du hast hier deinen Traumberuf gefunden?

Ich kann hier mit Menschen arbeiten. Ihnen helfen. Sie beraten. Viele der Senioren sind dabei so dankbar. Ich denke mir oft, dass ich doch nur meinen Job mache, und trotzdem nehmen die meisten Menschen das eben nicht als selbstverständlich wahr, sondern freuen sich über meine Hilfe. Das macht mir Spaß und bestätigt mich in meiner Arbeit.

Klingt, als hättest du hier deine Berufung gefunden.

Ich schätze es sehr, dass ich hier auch den Raum bekomme, mich über die Arbeit hinaus zu entfalten. Gemeinsam mit anderen Hagener Einrichtungen haben wir vor 11 Jahren das Hagener „netzwerk demenz“ aufgebaut. Darüber hinaus kümmere ich mich um eine wöchentliche Betreuungsgruppe zur Entlastung pflegender Angehöriger und leite ehrenamtlich eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Demenz im Frühstadium. Auch für dieses ehrenamtliche Engagement durfte ich über die Johanniter einige Fortbildungen machen.

Und du hast noch weitere Aufgaben im Bereich Senioren übernommen, richtig?

Ich bin ja auch noch für den ehrenamtlichen Besuchsdienst zuständig. Denn gerade Senioren fehlt es oft an sozialen Kontakten, Zeit für Gespräche oder Unternehmungen. Um dem zumindest ein Stück weit entgegenzuwirken, haben wir von der JUH uns vor zehn Jahren mit den Kooperationspartnern der Evangelischen Stiftung Volmarstein und der Stadt Wetter (Ruhr) zusammengetan. Unsere drei Einrichtungen bieten jährlich eine Fortbildung für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum ehrenamtlichen Besuchsdienst an. Sie lernen hier unter anderem Gesprächsführung, Beschäftigungsmöglichkeiten, Erste Hilfe, Hospitationsmöglichkeiten, Alterserkrankungen und Ernährung, aber auch gesetzliche Regelungen, Datenschutz und so weiter.

 

Zurück zur Übersichtsseite