Ausgebildet: Niedersachsen hat seine 2000. Notfallsanitäterin

Hannover, 29. November 2017

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute der 2.000 Notfallsanitäterin, Elisabeth Zumbeel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) aus Haselünne, ihre Berufserlaubnis überreicht. Das neue Berufsbild wurde am 1. Januar 2014 auf den Weg gebracht.

Bei einem persönlichen Treffen mit Minister Pistorius lernte sie auch den ersten Notfallsanitäter Niedersachsens, Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie in Hannover, kennen. Der 58-jährige Diplom-Gesundheitslehrer ist bereits seit 40 Jahren im Rettungswesen tätig. Im März 2014 schloss er seine Weiterbildung zum Notfallsanitäter ab und übernahm im selben Jahr den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Umsetzung Notfallsanitätergesetz (NUN), die die Umsetzung der neuen Berufsausbildung maßgeblich beeinflusste. An der Johanniter-Akademie in Hannover werden aktuell 160 Notfallsanitäterschülerinnen und -schüler in drei Jahrgängen ausgebildet. „Wir haben es in kürzester Zeit geschafft, ein solides Fundament für die präklinische Notfallversorgung zu gießen“, so Enke. Schließlich liegen zwischen ihm, dem erstem Notfallsanitäter, und der 2000. Notfallsanitäterin Zumbeel knapp dreieinhalb Jahre. „Auch die Ergänzungsprüfungen für Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter laufen planmäßig. Wir liegen auch hier gut in der Zeit“, erklärt Enke und betont die Vorreiterrolle von Niedersachsen im bundesweiten Vergleich. Der Schulleiter der DRK-Rettungsschule Niedersachsen, Ralf Seebode, nahm ebenfalls an dem Termin im Büro des Innenministers teil und begrüßte die äußerst positive Entwicklung.

Niedersachsens 2.000 Notfallsanitäterin Zumbeel ist froh, diesen Weg gegangen zu sein. „Ich freue mich sehr, dass die Ausbildung von Notfallsanitätern die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Bei der Notfallversorgung müssen in kürzester Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen werden, eine umfangreiche Ausbildung ist deshalb das A und O“, so die 28-Jährige.

Minister Pistorius sagt: „Wir haben von Anfang an mit allen an der Ausbildung beteiligten Akteuren sehr konstruktiv und kooperativ zusammengearbeitet, also Rettungsdiensten, Landkreisen, Krankenkassen, Ausbildungsstellen und Hilfsorganisationen. Dank dieser hervorragenden Voraussetzungen freuen wir uns landesweit aktuell über 2.000 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter - das ist bundesweit ein absoluter Spitzenwert! Diese rasante Entwicklung bringt das Rettungswesen in Niedersachsen einen weiteren und wichtigen Schritt nach vorn.“

Das Berufsbild des Notfallsanitäters wurde mit Ausklang der seit 1989 erfolgten Rettungsassistentenausbildung zum 1 Januar 2014 neu geschaffen. Durch die Anhebung der Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre in Verbindung mit einer allgemeinen Kompetenzerweiterung und insbesondere in der Medikamentenabgabe, ist die Erstversorgung von Opfern eines Notfalles und damit der gesamten Bevölkerung auf eine qualitativ deutlich höhere Ebene gehoben worden.

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