Staatsministerin Petra Köpping auf dem Podium von "Leipzig im Gespräch"

Leipzig, 19. Oktober 2017

Bildungsinstitut Mitteldeutschland veranstaltet Podiumsdiskussion zum Thema „Integration und Gemeinwohl“

Leipzig im Gespräch mit Staatsministerin Petra Köpping

"Leipzig im Gespräch" am 19.10.2017 mit Petra Köpping, Staatsministerin für Integration und Gleichstellung des Freistaates Sachsen, zum Thema: "Integration und Gemeinwohl – was hält unsere Gesellschaft zusammen?“

Am 19.10.2017 drehte sich „Leipzig im Gespräch“ aus aktuellem Anlass um die zentrale Frage, „Integration und Gemeinwohl – was hält unsere Gesellschaft zusammen?“ Mit Petra Köpping, Staatsministerin für Integration und Gleichstellung des Freistaates Sachsen, nahm eine meinungsstarke Persönlichkeit auf dem Podium Platz, die für diese Thematik prädestinierter kaum hätte sein können. In der Galerie für Zeitgenössische Kunst (gfzk) gewannen die Zuhörer neue Sichtweisen und hatten im Anschluss der Gesprächsrunde, durch welche auch diesmal der Leipziger Journalist Wolfgang Bringschulte führte, Raum für kritische, aber auch zum Teil sehr berührende und persönliche Fragen.

Denkt man Integration, dann assoziiert man dies aktuell vor allem mit der Integration von Flüchtlingen. Aber an diesem Abend wurde das Thema weiter gefasst und die Aufmerksamkeit auf Menschen gerichtet, die sich ausgegrenzt fühlen. Wie wirkt Integration und was passiert, wenn Integration scheitert? „Die Kümmerin des Ostens“, wie Petra Köpping von der WELT-Journalistin Jennifer Wilton in einem Artikel benannt wurde, beschrieb anhand von Einzelschicksalen, welche Ängste die Menschen speziell in Sachsen haben, in welchen Situationen sich viele Menschen in der Region befinden und warum die Politik umdenken müsse. Es habe sich in den letzten Jahren sehr viel angestaut. Viele Probleme sind einfach nicht berücksichtigt worden, Probleme, die in dieser Form und in der Summe der Einzelfälle so in den alten Bundesländern nicht aufgetreten sind, so die Politikerin.

Gleichermaßen waren natürlich auch die Flüchtlingswelle von 2105 und deren Folgen Gesprächsthema. Aus der eigenen Erfahrung berichtete Petra Köpping an konkreten Beispielen, vor Herausforderungen damals die Politik, aber auch die Gesellschaft standen, wo Fehler gemacht wurden und welche Rückschlüsse man heute daraus gewonnen habe. Auch zum Rücktritt des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen nahm sie Stellung und beschrieb diesen Schritt als ein letztlich politisch notwendiges Zeichen nach den Ergebnissen der letzten Bundestagswahl.

Der letzte Teil des Abends gehörte dem Publikum. Und die Möglichkeit, Fragen an die Staatsministerin zu stellen, Kritik aber auch Lob zu äußern wurde rege genutzt. So nutzte u. a. Stadträtin Margitta Hollick die Gelegenheit, Position zum Thema Integration zu beziehen. In Summe ein sehr gelungener, mitunter auch sehr emotionale Gesprächsrunde.

Impressionen von "Leipzig im Gespräch" am 19.10.2017

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