Betreuungsassistent/in im RV Offenbach

Infolge demenzieller Veränderungen, psychischer Erkrankungen oder geistiger Behinderung können Menschen in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sein.
Sie benötigen besonderes viel Zeit und Zuwendung. Aus diesem Grund setzen stationäre und ambulante Pflege- und Betreuungseinrichtungen zusätzliche Betreuungskräfte (gemäß § 53c SBG XI) ein. Ziel ist es die Betreuungs- und Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern.

Aufgaben und Tätigkeiten von Betreuungsassistenten

Die Aufgabe von Betreuungsassistenten ist es, demenzkranke Menschen in ihren Alltagsaktivitäten zu unterstützen, vorhandene Ressourcen abzurufen und weiterzuentwickeln. Sie betreuen und aktivieren die Betroffenen, fördern den Austausch mit anderen Menschen und ermöglichen so mehr Teilhabe am Leben. Eine drohende oder bereits eingetretene Isolation soll so verhindert werden.
Als Betreuungs- und Aktivierungsangebote kommen Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden, den psychischen Zustand oder die psychische Stimmung der betreuten Menschen positiv beeinflussen, wie z.B. Beschäftigungsangebote (Handarbeiten, handwerkliche Tätigkeiten, Musizieren, Spielen, Kochen etc.), biographieorientierte Angebote und Gestaltung der Tagesstruktur und des Umfeldes der Betroffenen. Diese Angebote planen und betreuen Betreuungsassistenten.

Typische Einsatzbereiche

  • ambulante Betreuungsgruppen
  • stationäre Wohngruppen
  • Pflegeheime und Tagespflege-Einrichtungen
  • Wohngruppen und Hausgemeinschaften für Senioren
  • Einzelbetreuung im häuslichen Umfeld

Praxisbezogene Ausbildung bei den Johannitern

Unsere Lehrkräfte verfügen über langjährige praktische Erfahrung in der Pflege und Lehre. Je nach Themen-gebiet setzen wir Schwerpunkte durch Pflegeexperten, Fachkräfte aus dem Bereich Demenzbetreuung oder eigenen Dozenten. So ist ständig ein hoher Praxisbezug gewährleistet. Neben einer teilnehmerorientierten Vermittlung von Fachwissen legen wir viel Wert auf praktische Übungen, Plenumsund Kleingruppen-gespräche, Einzelarbeit sowie Methoden zur Selbst- und Fremdeinschätzung.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme an der Ausbildung zum Betreuungsassistenten (m/w) setzt eine persönliche Eignung für dieses Arbeitsfeld voraus.

Hierzu zählen:

  • ein grundsätzliches Interesse an der Arbeit mit Menschen
  • eine positive, respektvolle Haltung gegenüber kranken, alten und behinderten Menschen
  • Einfühlungsvermögen, kommunikative Fähigkeiten, Phantasie und Kreativität
  • das Vorhandensein sozialer Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität


Darüber hinaus sollten Sie:

  • mindestens 18 Jahre alt sein
  • über ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen
  • körperlich belastbar sein

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme

  • aktive Beteiligung am Unterricht
  • vollständige Absolvierung des Praktikums
  • maximal 10% Fehlzeiten in der Theorie
  • erfolgreiche Abschlussprüfung

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat. Bei nicht ausreichenden Leistungen oder zu vielen Fehlzeiten bekommen Sie stattdessen eine Teilnahmebescheinigung.

Aufbau und Inhalte der Ausbildung

Die Qualifizierung orientiert sich an den Richtlinien gemäß § 53c SGB XI zur Qualifizierung von zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeheimen.

Modul 1 - Basiskurs Betreuungsarbeit in Pflegeheimen (100 Unterrichtsstunden)

  • Tätigkeit eines/einer Betreuungsassistenten/in
  • Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion
  • Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen, typische Alterskrankheiten
  • Umgang mit Menschen aus dem betroffenen Personenkreis
  • Grundkenntnisse der Pflege sowie der Hygieneanforderungen bei Betreuungstätigkeiten
  • „Rechte und Pflichten“, Rechtsgrundlage der Tätigkeit, Schweigepflicht, Medikamentengabe etc.
  • Inhalte von Betreuungsangeboten und Aktivierungsprogrammen, Planung und Dokumentation
  • Erste-Hilfe-Kurs

Modul 2 - Betreuungspraktikum in einem Pflegeheim (80 Stunden)
Unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung des betroffenen Personenkreises erfahrenen Fachkraft. Erste Betreuungsangebote sollen praktisch umgesetzt und erprobt werden. Bei der Wahl Ihres Praktikumsplatzes sind wir gern behilflich. Der Nachweis über das Betreuungspraktikum muss bis zum Ende des Kurses erfolgen.

Modul 3 - Aufbaukurs Betreuungsarbeit in Pflegeheimen (60 Unterrichtseinheiten)

  • Vertiefen der Kenntnisse, Methoden und Techniken über das Verhalten, die Kommunikation und die
  • Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen
  • Planen und Umsetzen von ganzheitlichen Aktivierungsprogrammen

Kosten

Die Kursgebühr beträgt 913,44 Euro pro Person inklusive Kursunterlagen.
Finanzielle Förderung durch die Agenturen für Arbeit.

Termine 2018

Unterricht von 8:00 bis 15:00 Uhr
Modul 1 - 120 Stunden
Theorie/Blockwochen, werktags
Modul 2 – 80 Stunden
berufspraktischer Anteil, ganztags
Modul 3 – 40 Stunden
Theorie/Blockwochen Montag, 09.04.2018 bis Freitag, 13.04.2018
Prüfung/Abschluss Freitag, 13.04.2018
Nachqualifizierung Betreuungskraft nach §53c
Theorie 16 Stunden mit Zertifikat Donnerstag, 21.06. 2018 bis Freitag, 22.06. 2018

Lehrgangsort

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Offenbach
Altenpflegeschule
Borsigstraße 56
63110 Rodgau/Nieder-Roden

Ihr Ansprechpartner Gülden Budde

Borsigstraße 56
63110 Rodgau

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