Praxisanleiter/innen in der Pflege im RV Offenbach

Gesetzliche Grundlagen

Praxisanleiter/innen sind Mitglieder des Fach- und Prüfungsausschusses, die für die staatlichen Prüfungen von der Altenpflegeschule benannt werden. Nach § 4 Abs. 6 des Hessischen Altenpflegegesetzes muss der Nachweis durch eine ausreichend qualifizierte Weiterbildung erbracht werden, um als Fachprüfer/in fungieren zu können.
    
Ab 01. Januar 2016 müssen nun auch die stellvertretenden Fachprüfer/innen diesen Nachweis über eine qualifizierte Weiterbildung mit 200 Stunden als Praxisanleiter/in Pflege erbringen, um den Ansprüchen des Gesetzgebers zu genügen. Die Gesetze über die Berufe in der Altenpflege- und Krankenpflege (AltPflG vom 01.08.2003 und KrPflG vom 01.01.2004), einschließlich der Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen, schreiben ausdrücklich die Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ausbildung vor. In der jeweiligen gültigen Fassung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen wird der Einsatz von Praxisanleiter/innen mit einer Mindestqualifikation gefordert.

Für die stationären und ambulanten Lernorte bedeutet dies, dass Auszubildende der Pflegeberufe von berufspädagogisch qualifizierten Personal gezielt und planmäßig an pflegerisches Handeln herangeführt und während ihrer praktischen Ausbildung lernfördernd begleitet werden.

Zielsetzung der Weiterbildung

Durch die Weiterbildung werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, die dazu befähigen:

  • die praktische Ausbildung von Schüler/innen zu begleiten
  • mit dem Lernort Schule zu kooperieren
  • eine Brücke zwischen Theorie und Praxis herzustellen
  • den Arbeitsplatz als Lernort zu gestalten und individuelles Lernen im Arbeitsalltag zu ermöglichen
  • den Anleitungsprozess durchzuführen, das Ausbildungsgeschehen und die Lernenden zu beurteilen und zu bewerten
  • rechtliche und wirtschaftliche Aspekte im Rahmen der Anleitung zu berücksichtigen
  • ein berufliches Selbstverständnis als Praxisanleiterin/Praxisanleiter zu entwickeln
  • Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen zu übernehmen und
  • Patienten und Angehörige anleiten zu können

Struktur der Weiterbildung

Die Weiterbildung verläuft berufsbegleitend und umfasst 210 Unterrichtsstunden sowie 80 Stunden berufspraktische Anteile. Diese können in den jeweiligen Einrichtungen der Kursteilnehmer absolviert werden.
Als Leistungsnachweis wird eine Abschlussarbeit erstellt. Die Weiterbildung schließt mit einer praktischen Prüfung in einer Anleitungssituation und einem anschließenden Kolloquium vor dem Prüfungsausschuss der Johanniter- Altenpflegeschule ab. Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat.

Zugangsvoraussetzungen

An der Weiterbildung kann teilnehmen, wer eine Erlaubnis zum Führen der unten aufgeführten Berufsbezeichnung besitzt und mindestens 2 Jahre Berufspraxis in diesem Beruf vorweisen kann.

  • Altenpfleger/in
  • Krankenschwester/-pfleger
  • Kinderkrankenschwester/-pfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Kosten

Die Lehrgangskosten betragen 1.400,- € pro Person, plus zusätzlicher 100,- € Prüfungsgebühr.

Termine 2018

Unterricht von 8:00 bis 15:00 Uhr
Modul 1
Theorie Blockwochen, werktags Montag, 15.01. bis Freitag, 16.02.
Theorie Blockwochen, Wochenende Samstag, 14.04. bis Sonntag 15.04.
Modul 2
Berufspraktischer Teil Montag, 19.02. bis Freitag 23.03.

Staatliche Prüfungen

Die genaue Terminvergabe wird noch vom Regierungspräsidium bekannt gegeben. Angedacht ist der 16.04.2018

Lehrgangsort

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Offenbach
Altenpflegeschule
Borsigstraße 56
63110 Rodgau/Nieder-Roden

Das Infoblatt mit den aktuellen Terminen zum Herunterladen als PDF

Ihr Ansprechpartner Gülden Budde

Borsigstraße 56
63110 Rodgau

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