Checkliste "Sichere Schlafumgebung für Ihr Baby"

Liebe Eltern, liebe Großeltern,
vielleicht haben Sie schon an einem Training „Erste Hilfe am Kind“ teilgenommen und so viele Informationen rund um die Erste Hilfe aber auch die Vorbeugung von Notfällen erhalten. Diese Checkliste möchte die Ideen aus dem Seminar zu Ihnen in Ihre vier Wände tragen. Sie basiert auf den Empfehlungen der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e. V. (GEPS NRW), die Sie auch in der Broschüre „Die optimale Schlafumgebung für Ihr Baby“ ausführlich nachlesen können.
Herzliche Grüße, Ihre Johanniter

Hauptaugenmerk für den „Schlaf des Babys“

  • Überwärmung vermeiden
  • Rückatmung (z. B. unter Bettdecken) vermeiden

Zum Raum

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  • Optimale Raumtemperatur zum Schlafen: 16–18o C
  • Eigenes Bett im Schlafzimmer der Eltern für Kinder bis ca. zwei Jahre; an zugfreiem, hellem Platz
  • Umfeld des Bettes:
    • Vom Bett aus dürfen keine Lichtschalter, Steckdosen, Schnüre, Bänder o. ä. gefährliche Gegenstände vom Baby erreicht werden!
    • Zur Vermeidung von elektromagnetischer Strahlung Abstand von Babybett zu Babyphon, Mobiltelefon u.ä. von mind. 10 cm!
    • Allergenarmes Umfeld: z. B. keine Haustiere im Schlafumfeld, kein Rauchen
  • Vom gemeinsamen Schlafen der Familie in einem Bett wird wegen der Gefahr der Überwärmung und Rückatmung unter der Bettdecke abgeraten. Kuscheln, wenn alle wach sind, ist natürlich toll und empfehlenswert.

Die Lage beim Schlafen

  • Optimal: Die RÜCKENLAGE
  • Vermeiden Sie die Bauch- und Seitenlage so lange wie möglich

Von Bett bis Bettdecke

  • Wiege oder Stubenwagen nur in den ersten Wochen nutzen. Sie muss so groß sein, dass in ihr ausreichend Luft zirkulieren kann. Auch Kinderwagen sind als dauerhafter Bettersatz nicht geeignet.
  • Optimal: Bett mit sicheren Gitterabständen (4,5–7,5 cm)
  • Optimale Matratze:
    • max. 10 cm hoch
    • nicht zu weich (für eine physiologische Stellung der Wirbelsäule beim Schlaf sollte das Baby nicht mehr als 2 cm einsinken)
    • schadstoffarm
    • mit trittfestem Rand (verhindert Einklemmen der Füße zwischen Matratze und Holzrahmen)
  • Kein Kunststoff-Schonbezug und keine Gummiauflage für die Matratze
  • Kein Kopfkissen (damit überschüssige Wärme über die Hautoberfläche/Kopfhaut frei abgegeben werden kann und um Rückatmung bei Bauchlage zu vermeiden); Kein Nestchen; nur kleines Kuscheltier
  • Kein Schaffell (um Überwärmung und Rückatmung bei Bauchlage zu vermeiden)
  • Keine Bettdecke, sondern SCHLAFSACK (kann nicht über den Kopf gezogen werden, somit wird Gefahr der Rückatmung verringert)

Komplette Checkliste "Sichere Schlafumgebung für Ihr Baby" als PDF zum Download