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Cholera ist eine hochansteckende Krankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. An Cholera, auch "Gallenbrechdurchfall" genannt, leiden pro Jahr 3 bis 5 Millionen Menschen in 45 Ländern, 31 davon alleine in Afrika. Vermutlich sterben pro Jahr mehr als 100.000 Menschen daran, die Dunkelziffer ist hoch.
Cholera bricht aus, wenn die Abwasserversorgung mangelhaft ist oder wenn sie ganz zusammenbricht, wie nach dem Erdbeben in Haiti. Dann trinken die Menschen das verseuchte Wasser, weil es kein anderes gibt. So war in Haiti die Cholera schon seit 100 Jahren verschwunden. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 flammte sie wieder auf und die Menschen wussten nicht, wie sie eine Ansteckung vermeiden konnten

Durch heftigen Brechdurchfall verlieren Cholera-Erkrankte bis zu 20 Liter Flüssigkeit pro Tag. Oft versagen dann die Nieren, der Kreislauf kollabiert. So schrecklich die Krankheit auch verläuft, so einfach und schnell ist sie heilbar. Mit einer Infusion aus Flüssigkeit, Salz und Zucker überleben fast alle Patienten die sonst tödliche Krankheit. Doch die Hilfe muss schneller sein als die Krankheit: Es ist wichtig, dass die Patienten die ersten Symptome erkennen und schnell einen Arzt aufsuchen.
Mit den Infusionen gleichen wir den hohen Flüssigkeitsverlust schnell aus. So holen wir selbst Schwerkranke innerhalb weniger Stunden aus ihrem lebensbedrohlichen Zustand heraus", sagt Estine Marcelin Joseph, Krankenschwester der Johanniter in Haiti.
In Simbabwe, wo es zuletzt 2008 einen schlimmen Cholera-Ausbruch gab, bauen die Johanniter neue Brunnen, reparieren alte und zeigen den Einheimischen, wie sie die Pumpen instand halten können.
In Haiti führen die Johanniter Aufklärungskurse zu Hygiene und Choleraprävention durch. Mit mobilen Kliniken fahren sie täglich in die verschiedenen Distrikte von Leogane und behandeln die Patienten.
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