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Ein Team der Johanniter-Unfall-Hilfe hat am 11.03.2011 dringend benötigte Überwachungsgeräte für die Intensivmedizin sowie sterile Einwegmaterialien an ein Krankenhaus in Benguerdane in Tunesien übergeben. Zuvor hatte das Team gemeinsam mit der Krankenhausleitung eine Bedarfsliste erstellt. Damit ist das Hospital für ein erhöhtes Patientenaufkommen gerüstet, das wegen der anhaltenden Unruhen in Libyen erwartet wird.
Die Flüchtlingsströme aus Libyen in das Nachbarland Tunesien halten ununterbrochen an. Derzeit kommen täglich bis zu 4 000 Neuankömmlinge in ein eigens eingerichtetes Auffanglager. Dort verbringen sie bis zu sieben Tage, bevor sie in ihre Heimatländer ausreisen können. "Wir sind dankbar für die Hilfe der Johanniter. Die modernen Geräte zur Überwachung der Vitalfunktionen gewährleisten nun die bestmögliche Sicherheit für unsere Patienten," so Krankenhausdirektor Salem Issa.
Laut Dr. Gerald Ripberger, Arzt der Johanniter, ist „die Lage in den provisorischen Lagern derzeit unter Kontrolle. Die Flüchtlinge wohnen in Zelten und werden ausreichend mit Nahrung versorgt. Auch eine medizinische Grundversorgung ist gewährleistet.“
Das Team ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Trotz der momentan gut funktionierenden Betreuung der Flüchtlinge ist für Teamleiterin Monika Esders die Gefahr einer humanitären Katastrophe noch nicht endgültig gebannt: "Vieles hängt von den Entwicklungen in Libyen ab. Falls die Weiterreise der Menschen ins Stocken geraten oder die Zahl der Flüchtlinge plötzlich stark ansteigen sollte, könnte sich die Situation in Tunesien schnell verschärfen."
Bei zahlreichen humanitären Einsätzen half die Johanniter-Auslandshilfe immer wieder Flüchtlingen aus Krisenregionen wie Pakistan, Sri Lanka, der Demokratischen Republik Kongo oder dem Sudan.
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