


Springe direkt zu: Inhaltsbereich Suchfunktion Ansprechpartner und Links Service-Funktionen Hauptnavigation

Erdbebenopfer erleiden häufig Knochenbrüche und Quetschungen. Werden diese nicht fachmännisch versorgt, bleibt oftmals nur eine Amputation. Doch was kommt danach? Die Johanniter haben in Haiti durch orthopädische Erst- und Folgeversorgungen versucht, den Menschen eine Zukunft zu geben.
Vier Fragen an Marcel Baeriswyl, Orthopädiemeister der Johanniter-Auslandshilfe.
Herr Baeriswyl, warum ist es so wichtig, Menschen mit körperlichen Behinderungen schnell orthopädisch zu versorgen?
Vielen Haitianern wurden durch das Erdbeben Arme und Beine zerquetscht. Häufig musste notamputiert werden. Nach Schätzungen war das in den ersten Wochen nach dem Erdbeben bis zu 2000 Mal der Fall. Die ersten Notprothesen aus Gips und Kunststoff sowie Schienen für die Beine und Arme waren nach der Katastrophe für diese Menschen überlebenswichtig, um sich überhaupt in diesem schwierigen Umfeld bewegen zu können.
Waren in Haiti dafür überhaupt Strukturen vorhanden?
In Haiti gab es eine einzige Orthopädiewerkstatt von der Hilfsorganisation „Healing Hands Haiti“ in Port-au-Prince. Und die wurde beim Erdbeben total zerstört. Wir Johanniter haben uns deshalb entschieden, eine mobile Werkstatt ins Land zu bringen, in der wir selbstständig und in praktisch jeder Region arbeiten können, um die Menschen mit qualitativ angemessenen Hilfsmitteln zu versorgen.
Wie lange dauert es, bis ein Patient wieder laufen kann?
Ein gut abgeheilter Stumpf ist sehr wichtig, um schnellstens auf die Beine zu kommen. Unter normalen Verhältnissen kann eine umfassende Versorgungin vier bis sechs Wochen geleistet werden. Unter schwierigen klimatischen und hygienischen Bedingungen kann das jedoch bis zu drei Monaten dauern.
Wie engagieren sich die Johanniter künftig in Haiti?
Das größte Augenmerk legen wir auf die Ausbildung von jungen Technikern, da es in Haiti keine erfahrenen und gut ausgebildeten Orthopädietechnikergibt. Wir wollen zusammen mit der Regierung eine qualitativ angemessene rehabilitative Versorgung für die Bevölkerung im Distrikt Léogâne auch inZukunft sicherstellen.


Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. geht vertrauenswürdig mit Ihren Spenden um.
Dies bestätigt auch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin.
Eingegebene Daten werden mittels der SSL-Technologie in verschlüsselter Form an uns übermittelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
"Stichwort Haiti"
Konto Nr. 42 42
BLZ 370 205 00
Bank für Sozialwirtschaft