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Indien, der mit rund 1,2 Milliarden Einwohnern neben China bevölkerungsreichste Staat der Erde, ist ein Land der extremen Gegensätze. Trotz des hohen Wirtschaftswachstums der letzten Jahre leben ca. 300 Millionen Inder unterhalb der Armutsgrenze. Die gesundheitliche Versorgung ist besonders in ländlichen Gebieten völlig unzureichend. Viele Dörfer haben keine medizinischen Einrichtungen. Hinzu kommen schlechte hygienische Bedingungen, die Krankheiten wie Cholera, Malaria oder Tuberkulose fördern.
Die Johanniter sind seit 2001 in Indien tätig. Gemeinsam mit der lokalen Organisation „Samhathi“ bilden die Johanniter in der Provinz Kerala mehr als 400 ehrenamtliche Krankenpfleger und 19 Krankenschwestern in der palliativen Pflege aus. Nach Abschluss der Ausbildung sollen sich die Ehrenamtlichen dann um mehr als 2.000 bettlägerige Patienten aus armen Familien in 92 Dörfern der Region Alleppey kümmern. Zusätzlich unterstützen die Johanniter das palliative Betreuungsprogramm von „Samhathi“ mit Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial.
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