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Trotz einer wiedererstarkenden Wirtschaft ist die Armutsrate in Indonesien weiterhin sehr hoch. Der Aufbau einer inselübergreifenden Gesundheitsversorgung muss erst noch verwirklicht werden. Zudem wurde der Inselstaat in den letzten Jahren immer wieder von schweren Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht, bei denen Hunderttausende starben und Millionen Menschen obdachlos wurden. Neben dem Ausbau der gesundheitlichen Versorgung engagieren sich die Johanniter deshalb besonders in der Katastrophen- vorsorge.
Gemeinsam mit lokalen Hilfsorganisationen stellen die Johanniter die gesundheitliche Versorgung in Dörfern der Inseln Sumatra, Nias, Tello und Java sicher. Hierzu werden mobile Ambulanzen über Land und Wasser eingesetzt, die auch abgelegene Dörfer erreichen. Darüber hinaus richten die Johanniter Gesundheitsstationen ein und statten sie aus. Ein wesentlicher Aspekt des Engagements der Johanniter in Indonesien ist außerdem die Ausbildung von Gesundheitshelfern. Diese können insbesondere in ländlichen Gebieten einfache Erkrankungen und unkomplizierte Verletzungen behandeln. Dafür wird auch Naturmedizin in Form von selbst angebauten Kräutern und Akupressur angewandt.
Gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation „Pusat Pengembangan dan Pembinaan Wanita“ unterrichten die Johanniter bis Ende 2010 rund 4800 Menschen in Papua in Erster Hilfe. Papua, die östlichste Provinz Indonesiens, wird immer wieder von Erdbeben erschüttert. Im Falle einer Katastrophe muss sich die Bevölkerung zunächst selbst versorgen, da medizinische Hilfe wegen der mangelnden Infrastruktur nicht alle Dörfer schnell erreichen kann. Neben den Schulungen werden Sammelstellen mit Frühwarneinrichtungen wie Flaggen, Masten und Lautsprechern ausgestattet.
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