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Seit 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Trotzdem leben immer noch über 40 Prozent der rumänischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Die medizinische Versorgung ist schlecht, Medikamente sind schwer erhältlich und für den größten Teil der Bevölkerung unerschwinglich.
Besonders katastrophal ist die gesundheitliche Versorgung für Menschen mit Behinderungen. Fernab der Städte haben Menschen mit Amputationen und anderen Körperbehinderungen bisher kaum Zugang zu einer dringend benötigten orthopädischen Versorgung. Durch mangelnde Mobilität sind sie von der Gesellschaft ausgeschlossen und haben keine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eltern behinderter Kinder scheuen oft die Kosten der Behandlung oder können die Reisekosten zu den weit entfernten Einrichtungen nicht aufbringen. So haben die Kinder keine Chance auf eine gesunde Zukunft.
Um die katastrophale Versorgung behinderter Menschen zu verbessern, unterstützen die Johanniter seit mehreren Jahren die Orthopädiewerkstatt „Theranova“ in Rumänien mit orthopädischen Passteilen und Verbrauchsmaterialien. Unter anderem wurde eine mobile Orthopädiewerkstatt angeschafft, um auch Menschen in abgelegenen Gebieten fachgerecht orthopädisch versorgen zu können. Zusammen mit Theranova werden so fast 2000 Kinder und Erwachsene jährlich mit Prothesen, Orthesen und Gehhilfen versorgt.
Unterstützen Sie unsere Hilfsprojekte in Rumänien mit einer Spende. Schon 30 Euro sind ein wertvoller Beitrag für eine Fußprothese für ein körperbehindertes Kind. Vielen Dank!

90 Minuten von Oradea entfernt lebt der 21-jährige Florin und seine Familie. Die Straße zu dem kleinen Dorf ist schlecht und in den Wintermonaten gar nicht befahrbar. Das Leben der Familien in den Dörfern ist geprägt von Arbeit – Felder müssen bestellt, Tiere versorgt, die Ernte eingeholt und verarbeitet werden. Jede Hand wird hier gebraucht.
Als Florin vor zwei Jahren sein Bein bei einem Motorradunfall verlor, bedeutete dies auch große Veränderungen für die ganze Familie. Denn für die meisten Arbeitsabläufe in der Landwirtschaft braucht man starke und fähige Leute. Kraft, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Ausdauer sind wesentliche Eigenschaften für die harte körperliche Arbeit auf den Gehöften. Durch das fehlende Bein konnte Florin jedoch nur noch einfache Aufgaben übernehmen.
Das Orthopädiezentrum „Theranova“, welches bereits seit elf Jahren von den Johannitern unterstützt wird, stand vor der Herausforderung, eine Prothese herzustellen, welche Komfort und Sicherheit bot, sowie den hohe Belastungen des Alltages gewachsen war. Dank der guten Ausstattung und regelmäßigen Aus- und Fortbildungen der lokalen Techniker durch die Johanniter, produzierten die Mitarbeiter von „Theranova“ eine Prothese, die alle Anforderungen gerecht wurde. „Ich kann endlich wieder alle Arbeiten selbständig übernehmen “, freut sich Florin.

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