Johanniter spenden Feldküchen

Berlin, 13. Februar 2015

Foto: Claudia Tannig. Zu sehen sind Wolf-Ingo Kunze, Christian Springer von Orienthelfer und Gerald Donath, Regionalvorstand in Bielefeld. Von Links nach rechts.

Die Johanniter unterstützen zusammen mit dem Verein Orienthelfer e. V. syrische Flüchtlinge im Libanon mit vier Feldküchen. Die Feldküchen aus Beständen des Katastrophenschutzes kommen aus Niedersachsen, Brandenburg, Bremen und Nordrhein-Westfalen. "Mit den Feldküchen der Johanniter können jeden Tag bis zu 850 Menschen in den Flüchtlingslagern mit warmen Mahlzeiten versorgt werden. Das ist eine große Hilfe, denn bislang versuchen die Menschen, selbst in ihren Zelten zu kochen, was nicht nur im Hinblick auf die Brandgefahr, sondern auch angesichts der hygienischen Verhältnisse sehr problematisch ist", erklärt Christian Springer. Der Münchener Kabarettist und Gründer von Orienthelfer e.V. kümmert sich besonders um die syrischen Flüchtlinge in Notunterkünften des Nachbarlandes Libanon.

 

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 ist fast die Hälfte aller Syrer auf der Flucht: Rund 7,6 Millionen Vertriebene innerhalb Syriens und mehr als 3 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten sind die traurige Bilanz einer der größten humanitären Katastrophen der vergangenen Jahrzehnte.

 

"Als uns die Nachricht erreichte, dass im Libanon dringend Feldküchen zur Versorgung der Flüchtlinge gebraucht werden, haben wir sofort gehandelt", sagt Wolf-Ingo Kunze, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V..

 

Der Bundestagsabgeordnete Tobias Zech (CDU/CSU) unterstützt den von Christian Springer gegründeten Verein Orienthelfer e.V.. Als Mitglied des Ausschusses für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit initiierte Zech unter anderem die Kooperation mit den Johannitern. "Die Flüchtlingskatastrophe in den Nachbarländern Syriens fordert von uns neben einer langfristigen politischen Lösung vor allem eins: schnelle Hilfe für die Betroffenen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Orienthelfer e.V. und den Johannitern ist ein vorbildliches Beispiel, wie in kürzester Zeit notwendige Hilfsgüter organisiert werden können. Für diese Unterstützung möchte ich mich herzlich bedanken."

 

Hilfe für syrische Flüchtlinge

Um syrische Flüchtlinge zu unterstützen, sind die Johanniter seit Ende 2012 in der Region tätig und haben bereits mehr als 35 000 Flüchtlinge in Jordanien und im Libanon mit Hilfsgütern wie Decken, Matratzen, Hygieneartikeln und Kleidung ausgestattet. Ein weiteres schwerwiegendes Problem ist die Versorgung der Flüchtlinge mit sauberem Wasser. Die Johanniter haben deshalb Wassertanks repariert. Außerdem haben sie Abwasserleitungen installiert. Um darüber hinaus die Lebenssituation der Flüchtlinge insgesamt zu verbessern, haben die Johanniter in Jordanien und im Libanon die Unterkünfte der Flüchtlinge renoviert. Die Projekte der Johanniter werden mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt und haben ein Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro.

Kontakt Pressestelle Verena Goetze

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