Schwerpunkt Pflege - Herrenmeister besucht Kliniken

Berlin, 26. Oktober 2018

Visite in Geesthacht. V.l.n.r. Dr. Thomas Krössin, Geschäftsführer der Johanniter GmbH, Oberin Carmen Schönberg, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Ordenskanzler Alexander Baron v. Korff, Carsten Schwaab, Geschäftsführer des Johanniter-Krankenhauses in Geesthacht, und Wolf-Ingo Kunze, Generalsekretär des Johanniterordens Foto: Timo Jann

Konzepte zur pflegerischen Patientenversorgung standen im Mittelpunkt der Gespräche des Herrenmeisters des Johanniterordens, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, mit Mitarbeitenden in den Johanniter-Krankenhäusern in Geesthacht, Stendal und Treuenbrietzen. In Begleitung des Ordenskanzlers, Alexander Baron v. Korff, weiterer Vertreter des Johanniterordens und der Geschäftsführung der Johanniter GmbH informierte er sich am 25. und 26. Oktober über die aktuellen Entwicklungen in den Einrichtungen.

Im Johanniter-Krankenhaus in Geesthacht stellte Oberin Carmen Schönberg Prozesse und Organisationssysteme in der Pflege vor. Sie sprach über Teilzeitmodelle, die es besser ermöglichen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

85 Prozent der Pflegenden in Geesthacht sind examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger und -pflegerinnen. „Das ist eine sehr hohe Examiniertenquote“, erklärte die Oberin. Sie wies darauf hin, dass pflegefremde Tätigkeiten ausgegliedert wurden, damit mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten bleibt. Derzeit befindet sich ein „Pflegewagen mit digitaler Anbindung“ im Test. Das ermögliche es, sofort am Patientenbett die Daten zu dokumentieren und zugänglich zu machen.

Prof. Dr. Ralf Köster, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Geesthachter Johanniter-Krankenhaus, erläutert Behandlungsmethoden in der Koloskopie. Foto: Timo Jann

Der Herrenmeister informierte sich ebenso über medizinische Entwicklungen und besichtigte die Funktionsdiagnostik sowie die Notfallaufnahme.

In Stendal empfing Franz Caesar, Geschäftsführer des dortigen Johanniter-Krankenhauses, gemeinsam mit dem Kuratoriumsvorsitzendem Prof. Günther Gademann die Gäste. Bei einem Rundgang erhielt die Delegation Einblicke in den Klinikalltag. Über die Situation in der Pflege berichtete Oberin Beate Wogawa, die insbesondere die Bemühungen um Nachwuchs in den Mittelpunkt rückte. Regelmäßig werden Schulklassen empfangen, die Klinik beteiligt sich am Zukunftstag  (Girls- and Boys-Day) und begeistert junge Menschen während eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder eines Praktikums für den Pflegeberuf. In der betriebseigenen Krankenpflegeschule mit 100 Plätzen bildet das Johanniter-Krankenhaus „die Kollegen von morgen“ aus.  32 Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege sind allein in diesem Herbst an den Start gegangen. Schöner Schlusspunkt des Besuches: Schüler führten „Theas Reise“, ein im Rahmen des Reformationsfestes initiiertes und mehrfach ausgezeichnetes Theaterstück, auf, das sich mit Fragen zum „interreligiösen Dialog“ beschäftigt.

Das Thema Pflege im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen erläuterte Oberin Una Kniebusch. Schulleiterin Gabriele Unger stellte die klinikeigene Krankenpflegeschule vor. 24 neue Auszubildende haben hier kürzlich begonnen, auch „Quereinsteiger“ sind dabei, der älteste ist 29 Jahre alt. 13 junge Damen und Herren beendeten kürzlich ihre Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, sieben von ihnen wurden vom Johanniter-Krankenhaus übernommen, alle anderen bringen sich in weiteren Einrichtungen mit ihrem Wissen und Können ein. Damit leisten die Johanniter insgesamt einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel.

Prof. Dr. Günther Gademann, der Vorsitzende des Kuratoriums des Johanniter-Krankenhauses in Stendal (r.) und Krankenhausgeschäftsführer Franz Caesar (Mitte) begrüßen den Herrenmeister. Foto: Claudia Klupsch