Nachrichtenarchiv

Jahresempfang der Lüneburger Johanniter 2015

v.l.: Ltr Subkommende Lüneburg, Christof von Borries; Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, Ralf Meister; Vorsitzender der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg, Matthias Schmeling; Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Ortsverband Lüneburg Bodo Ludwig;

Landesbischof spricht zu Anfechtungen des Glaubens 

 

Die Johanniter aus Nordostniedersachsen luden am 06. Februar 2015 zum Jahresempfang in die Michaeliskirche in Lüneburg. "Es sei ganz natürlich für die Johanniter, diese Veranstaltung in einer Kirche durchzuführen, schließlich gehören Johanniter und Kirche eng zusammen", sagte Christof von Borries, der Leiter der Subkommende Lüneburg während seiner Begrüßung. Ohne Kirche wäre der Ordensauftrag, den Unglauben zu bekämpfen, nicht denkbar. Die Kirche ist das Fundament des Glaubens auf dem die Johanniter ihren Auftrag erfüllen. Dieser Empfang diene vor allem, den vielen Ehrenamtlichen zu danken und der Öffentlichkeit zu zeigen, auf wie vielen Feldern die Lüneburger  Johanniter tätig sind. Die Liste der Engagements in Lüneburg und Umgebung war dann auch lang und reichte von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., der Johanniter Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg, dem Johanniterhaus Dannenberg und dem Posener Altenheim, bis zur ambulanten Pflege, den Grünen Damen, den stationären und ambulanten Besuchsdiensten, der Demenz-Wohngemeinschaft und dem Hospizdienst.

Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde der Michaeliskirche, vertreten durch Pastor Stephan Jacob, für die nun bereits zur Tradition gewordene Einladung, den Empfang in dieser großen mittelalterlichen Kirche veranstalten zu können.
Der Landesbischof der Hannoverschen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, Ralf Meister, warnte zur Einleitung seines Vortrages, dass es nun theologisches Schwarzbrot gäbe. Und in der Tat, seine Worte waren keine einfache Kost: "Von den Anfechtungen des christlichen Glaubens" lautete der Titel. Eine der wesentlichen Aussagen war, dass der Zweifel zum Glauben gehört. Selbstsicherer Glauben ohne Zweifel, ohne Frage, ohne Ringen grenzt schnell an Intoleranz und Fundamentalismus. Zweifel ohne Glauben führt zur Verzweiflung. Die große Gefahr sei, sich nicht mehr anfechten zu lassen, sich den Fragen Gottes nicht zu stellen.
Luther stellte sich die Frage. was er tun müsse, um Gott gnädig zu stimmen, heute würde man fragen, was denn der Sinn des Lebens sei? Bischof Meister verwarf das Streben nach immer mehr Leistung und Konsum als hinreichend sinnstiftende Inhalte, sondern verwies darauf, dass uns der Sinn des Lebens von Gott geschenkt würde, der Christ rechtfertige sich allein aus der Liebe Gottes.
Für die musikalische Umrahmung  des Empfanges sorgten Hedwig Voss (Sopran), Rita Arkenau-Sanden (Trompete) und Ulrike Schmeling (Orgel). Schüler der Oberschule am Wasserturm versorgten die ca. 170 Gäste im Anschluss mit selbst hergestellten Häppchen und sammelten für die  amikeko-Willkommensinitiative Lüneburg, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Flüchtlinge in der Stadt und im Landkreis Lüneburg einsetzt.


25 Jahre Grüne Damen in Lüneburg

Mit freundlicher Genehmigung der Landeszeitung für die Lüneburger Heide GmbH

Ein Festakt im Klinikum Lüneburg manifestiert das Jubiläum und bildet den Rahmen, in dem den vielen Ehrenamtlichen Dank und Anerkennung gezollt wird. Doch wie hat es vor 25 Jahren begonnen?

Am 09. Januar 1989 waren es zunächst 14, dem Johanniter Orden sehr verbundene Damen, die im damalig noch Städtischen Krankenhaus Lüneburg den Dienst aufnahmen. Vorausgegangen war im Herbst 1988 der Vorschlag von Herrn Prof. Dr. Lankisch, dem einstigen Chefarzt der Medizinischen Abteilung im Krankenhaus, an die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg (JHG), das Pflegepersonal seiner Abteilung in der Arbeit am Patienten zu unterstützen. Herr von Oertzen, der damalige Vorsitzende der JHG, konnte Frau Gerhard für die Aufgabe als Einsatzleiterin gewinnen, eine Aufgabe, die sie auch heute noch wahrnimmt.
Der Anfang war nicht ganz leicht, musste sie doch mit ihren Mitstreiterinnen zunächst gegen manche Skepsis ankämpfen. Aber Gemeinsamkeit macht bekanntlich stark und so wurden die Widerstände auch bald überwunden. Dies erklärt auch, warum die Ehrenamtlichen als Zeichen der Verbundenheit auf Ihrem grünen Kittel - für alle gut sichtbar - das achtspitzige Kreuz des Johanniter Ordens tragen.
Inzwischen ist der vorbildliche Einsatz und das Engagement der Grünen Damen bei Patienten und Personals des Klinikums gefragter denn je, und die heute insgesamt 62 Grünen Damen und Herren sind zu einer festen Institution geworden.


Mitgliederversammlung und Ehrungen

VL: Christof v. Borries, Ltr Subkommende Lüneburg; Adelheid Schafmayer, Dagmar Wiehler, Matthias Schmeling, Vorsitzender JHG Lüneburg-Dannenberg, Susanne von Arnim; (© JHG Lüneburg-Dannenberg)

Lüneburg, 02. April 2014

Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg hatte zur Mitglieder- versammlung in das Posener Altenheim geladen, eine dem Orden sehr nahestehende Einrichtung, in der sich die JHG seit langen Jahren mit Besuchen und der Gestaltung von Gottesdiensten engagiert. Die Veranstaltung wurde durch eine von ER Pfarrer Koch und Ulrike Schmeling (Klavier) in der Johanniterkapelle des Hauses gestaltete Andacht eröffnet, danach lud der Vorstand zu einem von der Küche des Posener Altenheimes liebevoll zubereiteten Imbiss.
In der Mitgliederversammlung, geleitet von der 2. Vorsitzenden Johanna Gerhard, berichtete der Vorstand von einer gesunden Finanzlage, einem gelungenen ersten Jahr nach der Fusion der Dannenberger und der Lüneburger Johanniter-Hilfsgemeinschaften  sowie von den zahlreichen Aktivitäten der Hilfsgemeinschaft zum Wohle der "Herren Kranken".
Große Überraschung gab es bei Adelheid Schafmayer, Dagmar Wiehler und Susanne v. Arnim, als sie durch Matthias Schmeling und Christof v. Borries mit  der durch den Herrenmeister verliehenen Ehrennadel ausgezeichnet wurden. Die drei Damen sind langjährige Mitglieder der JHG und haben sich durch ihr außergewöhnliches und beispielgebendes Engagement verdient gemacht.  
Eine weitere Ehrenadel überreichte Johanna Gerhard zu einem späteren Termin an Karin Hinrichs, die seit 19 Jahren als Grüne Dame der Johanniter-Hilfsgemeinschaft im Städtischen Klinikum Lüneburg tätig ist.


JHG Lüneburg u. Dannenberg lädt zum Jahresempfang 2014

Bildnachweis: Natalia Shapovalova<br>v.l.n.r.: Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Regionalverband Harz-Heide Hans Joachim Halbach, Pastor der St. Michaeliskirche in Lüneburg Stephan Jacob, EKD-Kulturbeauftragte und Oberkirchenrätin Dr. Petra Bahr, Vorsitzender der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg Matthias Schmeling, Leiter der Subkommende Lüneburg des Johanniterordens Christof von Borries und Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Ortsverband Lüneburg Bodo Ludwig.

EKD-Kulturbeauftragte Dr. Petra Bahr spricht über "Demut, eine Haltung, die die Macht auf den Kopf stellt"  

Gemeinsam mit der Subkommende, der Johanniter Unfallhilfe, dem Johanniterhaus Dannenberg und dem Posener Altenheim hatte die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg am Freitag 12. Februar 2014 zum Jahresempfang in die Michaeliskirche nach Lüneburg eingeladen.

Im Namen der Lüneburger Johanniter begrüßte Christof von Borries, der Leiter der Subkommende  Lüneburg ca. 250 Gäste aus Politik und öffentlichem Leben der Stadt und des Landkreises. Dann stellte er den Empfang in einer Kirche, beginnend mit einer Andacht, in den größeren Zusammenhang des Doppelauftrages des Ordens, nämlich tätige Nächstenliebe und Kampf gegen den Unglauben.
Besonders dankte er den von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg getragenen Einsätzen wie dem Ambulanten und Stationären Besuchsdienst, sowie den Grünen Damen, dem Hospizverein, dem Johanniterhaus Dannenberg und den Organisatorinnen der Verkaufsausstellung im Kloster Lüne. Außerdem hob er die  letztjährige Spende der Hilfsgemeinschaft für die Opfer der Elbeflut hervor. Besonderen Dank sprach er den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern  aus, die sich in den genannten Werken engagieren und denen mit diesem Empfang Respekt bekundet wird.
In einem kurzweiligen und lebendigen Vortrag gelang es danach der Referentin des Tages, Frau Kirchenrätin Dr. Petra Bahr, mit dem philosophisch doch recht anspruchsvollen Thema: "Demut, eine Haltung, die die Macht auf den Kopf stellt" die Zuhörerschaft zu fesseln. Ausgehend von der provokanten Frage, ob das Christentum denn noch zu Europa gehöre, erläuterte sie ihre These, dass Demut, die fälschlicherweise kaum noch zum modernen Wertekanon gerechnet wird, doch als Tugend gerade heute Führungskräften und Eliten gut zu Gesicht stünde.

Viel Lob ernteten die Schüler und Schülerinnen des Cateringservice der Hauptschule Lüneburg Stadtmitte, die die Logistik des Empfanges vorbereitet hatten. Sie reichten "Fingerfood" und Getränke, schufen damit die Grundlage für Gespräche und Begegnung der Gäste und konnten selbst Umgang und Benehmen bei derartigen Veranstaltungen einüben. Außerdem konnten sie damit das Budget ein wenig aufbessern.


Zweite Spende für den ambulanten Besuchsdienst

Lüneburg, 18. Oktober 2013

Es war bereits das 2. Mal, und der Erfolg ist ungebrochen. Die Verkaufsausstellung "Helft uns helfen", nach 2012 nun auch in diesem Jahr wieder im Kloster Lüne von Marie-Theres Bescht und Kerstin v. Seydlitz organisiert, erbrachte einen überwältigenden Erfolg, den die beiden Freundinnen an den Vorsitzenden der Johanniter Hilfsgemeinschaft Lüneburg. Dannenberg und an Eberhard v. Seydlitz, den Koordinator des neu gegründeten ambulanten Besuchsdienst übergaben.
Die beiden Verkaufsausstellungen 2012 und 2013 erbrachten insgesamt 10.000 €. Der Anteil für den ambulanten Besuchsdienst ist mehr als ausreichend, um die Arbeit finanziell abgesichert aufnehmen zu können.


Schnelle Hilfe für die Opfer des Elbehochwassers

Foto: Silke Elsermann

Bleckede, 20. Juli 2013

Unbürokratisch und schnell sollte die Hilfe sein, um die Not der von der Flut der Elbe betroffenen Familien wirklich zu lindern. Offizielle staatliche Stellen tun sich mit dieser Forderung natürlich immer schwer. Umso willkommener war deshalb Matthias Schmeling, der Vorsitzende der Johanniter Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg, als er am  20. Juli 2013 Schecks über jeweils 2335,-€ an die Nachbarn Heike Reinberger und das Ehepaar Pöttke überreichte. Beiden Anwohnern des Bleckeder Hafens hatte das Elbehochwasser schweren Schaden zugefügt. Deshalb konnten sie diese Hilfe wirklich gut gebrauchen.
Für Matthias Schmeling, der nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe die Mitglieder der JHG Lüneburg-Danneberg zur Hilfe aufgerufen hatte und der sich selbst über das unerwartet hohe Spendenergebnis überrascht und erfreut zeigte, kam es besonders darauf an, die eingegangen Gelder persönlich dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden - schnell, unbürokratisch und vollständig!


Verleihung der Ehrennadel

Barnstedt, 24.06.2013

Während des Johhannisgottesdienstes der Subkommende Lüneburg, traditionell in der Kapelle des Rittergutes der Familie v. Estorff in Barnstedt, überreichte Christof v. Borries, Leiter der Subkommende Lüneburg  und der Vorsitzende der JHG Lüneburg - Dannenberg, Matthias Schmeling die Ehrennadel des Johanniterordens an Ute v. Brockhusen (l.) und Editha Kross (r.)


Moderne Landwirtschaft als zentrales Thema beim Neujahrsempfang des Johanniterordens

(v. l.) Gastredner Carl Albrecht Bartmer, Heinz-Herrmann Schulz (Johanniterhaus Dannenberg), Dr. Joachim von Einem (Regierender Kommendator, Hannover), Bodo Ludwig (Johanniter Unfallhilfe), Christof von Borries (Subkommende Lüneburg) und Matthias Schmeling (JHG Lüneburg); Foto: akm

Kein Platz für"Agrarromantik", Lüneburg, 15. Januar 2013

Der Johanniterorden, der sich dem Glauben und der Nächstenliebe verpflichtet fühlt, macht sich Gedanken über die Zukunft der Landwirtschaft - wie passt das zusammen? Sehr gut, findet Christof von Borries, Leiter der Subkommende Lüneburg des Ordens. "Beide verbindet Tradition, Verantwortungsbewusstsein und Nächstenliebe." Und so stand der Neujahrsempfang der Johanniter in der Kirche St. Michaelis in diesem Jahr ganz im Zeichen von Gentechnik, Massentierhaltung und Düngung. Den ethischen Fragen zu dieser Form der Bewirtschaftung stellte sich Gastredner Carl Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.
Der traditionelle Empfang der Lüneburger Johanniter in der St.-Michaelis-Kirche stand in diesem Jahr außerdem unter einem besonderen Stern. Taggenau vor 900 Jahren hatte Papst Paschalis der Zweite den Orden der heutigen Johanniter und Malteser anerkannt und unter den Schutz der Kirche gestellt


Seit 50 Jahren helfen Johanniter in Lüneburg

v.l.: Sabine Andersen (Posener Altenheim), EKD-Vorsitzender Bischof Wolfgang Huber Dienststellenleiterin Heike Horn, Ortsverbandsbeauftragte Karin Schalow, Matthias Schmeling (JHG )und Kurt-Henning Gerhard (SK Lg).

Lüneburg, Februar 2009

Am 1. April 1959 gründeten Mitglieder des Johanniterorderns die Lüneburger Johanniter-Hilfsgemeinschaft (JHG). Das 50jährige Bestehen der Hilfsgemeinschaft war Anlass für einen festlichen Empfang in der St. Michaeliskirche. Als Ehrengast sprach Bischof Professor Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, über die Bedeutung christlicher Werte für die Zukunft der Gesellschaft.
Die Projektschwerpunkte der Johanniter-Hilfsgemeinschaft konzentrierten sich in den Jahren nach der Gründung auf Paketaktionen in Ostdeutschland und Siebenbürgen sowie die Betreuung von Flüchtlingen.
In Folge der Wende verlagerten sich die Schwerpunkte. Weit mehr als 100 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich heute in karitativen Aufgabenbereichen. Bekannt in Lüneburg ist die Krankenhaushilfe der "Grünen Damen" im Städtischen Klinikum Lüneburg, der regelmäßige Besuchsdienst im Posener Altenheim im Johanniter-Orden Lüneburg, die Leitung der Patientenbibliothek im Krankenhaus Scharnebeck sowie die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung von vorwiegend ausländischen Kindern aus sozialen Brennpunkten der Stadt. Ebenfalls von Bedeutung für junge Menschen ist die Einzelfallhilfe für bedürftige Schüler.
Zum Jubiläum wurde viel gespendet. Matthias Schmeling, Vorstand der JHG, überreichte Ursula Kretschmer, Leiterin der Lüneburger Einrichtung "Ma Donna für Mädchen und Frauen", einen Scheck über immerhin 7500 Euro.

 

(Aus Hamburger Abendblatt vom 10. Februar 2009  - mit freundlicher Genehmigung der Redaktion)