nach-gedacht

Impuls zum Monat August

Foto: Monika Eilhardt

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. (1 Joh 4,16)

Für mich ist dieser eine Satz eine Zusammenfassung der vorangegangenen Verse:

Gottes Liebe und die Liebe zum Mitmenschen (Hoffnung für Alle, 1 Joh 4 7-16)

Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott. Wer aber nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt. Er gab uns seinen Sohn, der alle Sünden auf sich nahm und sie gesühnt hat. Meine Freunde, wenn uns Gott so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.12 Niemand hat Gott jemals gesehen. Doch wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns zum Ziel gekommen. Ich sage es noch einmal: Dass wir mit Gott verbunden bleiben und er mit uns, wissen wir, weil er uns seinen Geist gegeben hat. Außerdem haben wir es selbst erlebt und können bezeugen, dass Gott, der Vater, seinen Sohn in diese Welt gesandt hat, um sie zu retten. Und wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und wir vertrauen fest auf diese Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Jesus hat dieses Gebot der Gottesliebe mit dem Gebot der Nächstenliebe als Zusammenfassung des göttlichen Willens zur Erlösung verbunden. Und auch die Worte im ersten Johannesbrief beschreiben, dass christliches Gottesbild und Menschenbild unzertrennlich miteinander verknüpft sind.

Es reicht also nicht aus Gott zu lieben, sondern darüber hinaus muss man auch die Menschen lieben. Der Text ist ebenfalls eine Zusage, dass diese Liebe zum Nächsten nicht allein "geleistet" werden muss, sondern sich aus der Liebe Gottes zu jedem Einzelnen speist. Gottes Liebe ist kein Reagieren auf menschliches Verhalten, sondern sie geht ihm voraus. Nur weil Gott uns liebt und weil diese Liebe in unserem Leben wirksam ist, können wir uns entfalten und unseren Mitmenschen lieben.

Johannes beschreibt in seinem Brief einen Gott der Liebe, der uns bis in die Tiefen unseres Herzens wahrnimmt, unser Leben sowie unser Tun kennt und unsere Leistungen und Fehlleistungen beim Namen nennt, uns aber nicht auf sie festlegt. Gott richtet, aber aus Liebe und in Liebe.

Ein überaus tröstlicher Gedanke...

Johanniterschwester Monika Eilhardt

Impuls zur Jahreslosung 2018

"Woher kommt das Wasser, Kinder?" "Aus der Wasserleitung, Mami." Das wäre doch sehr einfach, wenn das so funktionieren würde. Aber Gott hat andere Pläne. Wenn man die Jahreslosung genau betrachtet, kommt ein Bild in den Mittelpunkt: Gott gibt das Wasser - man muss also seine Hand aufhalten, um es zu bekommen. Muss sich Gott entgegenstrecken und sich ihm ganz zuwenden. Das wird die Aufgabe dieses Jahres - sich Gott zuwenden und sich dann gestärkt dem Nächsten, dem Mitmenschen zuwenden, um die unterschiedlichen Arten von Durst zu stillen, die so viele Menschen heute quälen. Wasser fließt; genauso wie Gnade, wie geteilte Freude und Leid. Mit dem Wasser, das Gott schenkt im Gepäck, das ja als Metapher für so vieles steht, geht es hin auf das Ziel, das auch in der Offenbarung genannt wird: "Ich bin das A und O, der Anfang und das Ziel."

Johanniterschwester Elisabeth Kühnelt-Leddihn