Johanniter bauen ihre Integrationsarbeit aus

Berlin, 25. September 2018

Foto: Paul Hahn

Die Johanniter-Unfall-Hilfe fördert zwölf innovative Projekte ihrer Integrationsarbeit. Ziel der Förderung ist es, in enger Partnerschaft mit den Ländern und Kommunen nachhaltige Integrationsangebote für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund auszubauen und den Austausch über „best practices“ zu stärken. Die Schwerpunkte der Projekte liegen in den Themenfeldern Unterkunft und Wohnen, kommunale Integrationsarbeit, Familie sowie Integration in Bildung und Beruf.

Um deutlich zu machen, dass die Integrationsarbeit für die Johanniter auch in den kommenden Jahren ein wichtiges Handlungsfeld bleiben wird, wurden die sog. „Leuchttürme der Integration“ ausgeschrieben – Projekte, die sich mit überzeugenden Konzepten im Bereich der Integration hervorheben.

Die zwölf ernannten Projekte erhalten zwischen 80.000 und 150.000 Euro für ihre Integrationsarbeit vor Ort. Am 25. September wurden die ausgewählten Konzepte in Berlin vorgestellt.

Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe hob hervor: „Auch weiterhin besteht Bedarf, gut aufeinander abgestimmte Integrationsangebote in den Kommunen und Städten zu entwickeln. Ansatzpunkte der  Konzepte der Johanniter-Unfall-Hilfe sind ihre eigenen Kompetenzen in den Bereichen Bildung und Erziehung, Jugendhilfe, Ehrenamt und berufliche Bildung. Als breit aufgestellte Hilfsorganisation in Deutschland verfolgen die Johanniter dabei einen ganzheitlichen Ansatz: In allen ihren Handlungsfeldern soll Integration wirken, nach außen ebenso wie nach innen.“

Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe und Laudator für die prämierten Konzepte, ergänzt: „Wir sind in der Integrationsarbeit aktiv und begreifen dies als als wichtiges Handlungsfeld für uns, weil wir gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollen. Das ist unser Beitrag zur Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund für unsere Gesellschaft. Auch kann Integration eine Chance für uns als Hilfsorganisation sein. Wir freuen uns über neue motivierte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund.“

 

Zum Verfahren

Im Sommer 2018 wurde ein interner Wettbewerb für Integrationsprojekte innerhalb der Organisation ausgeschrieben. Aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich 24 Regionalverbände beworben. Zwölf Projektstandorte wurden ausgewählt. Die vergebenen Gelder können als Anschub- oder Zwischenfinanzierungen bis zum Dezember 2019 eingesetzt werden.

 

Die Integrationsarbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe stellt sich seit 2015 den Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit. Mit zeitweise mehr als 160 Unterkünften und mehr als 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – und ebenso vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – wurden den nach Deutschland geflüchteten Menschen Unterkunft gegeben und medizinische Versorgung geleistet. Aktuell sind die Johanniter in etwa 100 Unterkünften für geflüchtete Menschen tätig.

Mehr als 200 kleine und große Integrationsprojekte haben die Johanniter in den vergangenen Jahren bundesweit umgesetzt. Die Integrationsangebote umfassen unter anderem Unterstützung der beruflichen Qualifizierung, Beratung und soziale Betreuung, niedrigschwellige Bildungsangebote sowie Freizeit- und Begegnungsangebote für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe hat sich in ihrer Butzbacher Erklärung aus dem Februar 2016 klar für ein friedvolles Miteinander aller Menschen in unserem Land positioniert. Jegliche Form von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gegen Flüchtlinge und Migranten wird entschieden abgelehnt. Mehr Informationen zur Integrationsarbeit der Johanniter unter: www.johanniter.de/integration

 

Die Johanniter-Unfall-Hilfe

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit rund 22.000 Beschäftigten, mehr als 37.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und knapp 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Weitere Informationen zu den Johannitern finden sich unter www.johanniter.de.

Kontakt Pressestelle Therese Raatz

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