Verabschiedung von Pfarrer Knuth Fischer und Einführung von Birgit Sternberg

Berlin, 28. Juni 2019

Foto: Tonja Knaak

In einem feierlichen Gottesdienst in der St. Matthäuskirche am 28. Juni 2019 ist Knuth Fischer aus seinem Amt als Pfarrer in der Bundesgeschäftsstelle entbunden worden. Die Theologin Birgit Sternberg wurde als dessen Nachfolgerin herzlich bei den Johannitern aufgenommen und für ihre neue Aufgabe gesegnet.

Peter Sachse, Landespfarrer aus dem LV Berlin/Brandenburg, erinnerte als Freund und Kollege an den Beginn des ehemaligen Gefängnis-Seelsorgers im Dienst der Johanniter und erster Pfarrer in der Bundesgeschäftsstelle. Es sei Knuth Fischers Wesen, seine ruhige Freundlichkeit, seine vertrauensvolle Ausstrahlung, seine Bildung und sein grundsätzliches Wohlwollen, die ihn so unverwechselbar machten. Am Reformationstag 2006 war Fischer in der BG eingeführt worden – und die Reformation blieb Wegweiser für sein Wirken. So war Fischer einer der maßgeblichen Initiatoren für die Einrichtung einer Johanniter-Herberge in der Lutherstadt Wittenberg.

 

"Wir sind dankbar für die Früchte deines Wirkens", sagte Landespfarrer Peter Sachse über Fischers Einsatz seiner Gaben in den unterschiedlichen Bereichen wie der Notfallseelsorge, den Stillen Tagen und in besonderen Projekten. Er segnete seinen Freund Knuth, den er bereits aus gemeinsamen Jugendtagen kennt, für die nun vor ihm liegende Zeit. "Du siehst mich" (1. Mose 16,13) - das Bibelwort des Kirchentages 2017 - wählte Fischer auch für seine Verabschiedung.

Foto: Tonja Knaak

Pfarrerin Birgit Sternberg übernimmt Fischers Nachfolgerin in der Bundesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe. Sie hatte sich für ihre feierliche Einführung den Vers "Seid fröhlich allezeit!" (1. Thess. 5,16) gewählt. Bundespfarrer Dr. Matthias Meyer sah darin eine direkte Verbindung zu Sternbergs Person. "Sie sind wendig, Sie sind quirlig und Sie haben Humor." Diese Freude solle sie durch ihre neuen Aufgaben tragen, alle anderen sollten sich anstecken lassen von dieser Freude, so Dr. Meyer. Er betonte, dass wir die echte Fröhlichkeit nicht aus uns selbst heraus produzieren müssen. "Wir können aus der Quelle der Liebe Gottes reichlich schöpfen. Denn er hat uns zuerst geliebt."

In ihrer Antritts-Predigt schloss Pfarrerin Sternberg direkt daran an, indem sie - von der Dienstkleidung der Johanniter kommend, das geistliche Gewand erwähnte, mit dem wir Johanniter, wir Christen uns kleiden können. "Fünf Fäden halten dieses Gewand zusammen. Es sind Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut und Langmut", erklärte sie. Über allem und um alles herum sei das Band der Liebe gewoben, das uns miteinander verbinde. "Dann sind wir gut angezogen!" Symbolisch ging ein starkes Band durch die Kirchenbänke, das jeder an seinen Nachbarn weiterreichte.