Bundesweite Antikörper-Studie in Reutlingen gestartet

Berlin, 03. Juli 2020

Foto: Gerlinde Trinkhaus

Am 1. Juli startete eine repräsentative Antikörper-Studie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI), die über ein Jahr lang laufen wird. Logistischer Partner ist die Johanniter-Unfall-Hilfe, die deutschlandweit bis zu 90.000 Blutabnahmen durchführen wird.

Mit Hilfe der Johanniter will das HZI an zehn verschiedenen Orten in Deutschland Blutproben auf Antikörper untersuchen. Die Studie soll zeigen, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen den Erreger SARS-CoV-2 aufweisen. Davon abzuleitende Handlungsempfehlungen sollen helfen, das Corona-Virus erfolgreich einzudämmen. 

Heute wurde die Antikörper-Studie des HZI mit einer großen Presseveranstaltung offiziell in Reutlingen gestartet. An der Eröffnung nahmen Johanniter-Regionalvorstand Wolfgang Thomas aus Württemberg Mitte gemeinsam mit Landrat Thomas Reumann, dem Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck und HZI-Studienleiter Prof. Dr. med. Gérard Krause teil. Die Johanniter nehmen bereits seit dem 1. Juli Probanden im eigens dafür aufgebauten Testcenter Blut ab.

Wolfgang Thomas sagt zum Engangement der Johanniter: „Wir freuen uns sehr, in dieser besonderen Lage mit unserem medizinisch qualifiziertem Mitarbeitenden die Studie des HZI unterstützen zu können.“

In Reutlingen betreiben die Johanniter dazu ein Testcenter, in dem vom 1. bis zum 28. Juli rund 3.000 Bürgerinnen und Bürger auf Antikörper getestet werden. 17 Mitarbeitende der Johanniter werden an sechs Tagen der Woche täglich zwischen 120 und 135 Blutabnahmen durchführen und Fragebögen ausfüllen. Die Probanden werden vorab ausgewählt und angeschrieben.

Über die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.johanniter.de.

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