Afghanistan: Kämpfe in Kunduz erschweren Hilfe vor Ort

Berlin / Kabul, 01. Oktober 2015

Als eine der wenigen deutschen Hilfsorganisationen vor Ort leisten die Johanniter seit mehr als dreizehn Jahren in Afghanistan Hilfe im medizinischen Bereich. Rund 1,3 Millionen Menschen haben bereits von dem Engagement der Johanniter im Land profitiert. So haben die Johanniter tausende Menschen in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge geschult sowie medizinische Einrichtungen saniert und sie mit medizinischem Material ausgestattet. Im August 2013 eröffneten die Johanniter eine Mutter-Kind-Klinik außerhalb Kabuls, in der seither täglich bis zu 200 Patienten medizinisch versorgt werden. Von den Johannitern ausgebildete Hebammen helfen bei der Versorgung der Schwangeren und jungen Mütter in den ländlichen Gegenden.

Afghanistan gehört noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. 3,3 Millionen Menschen mussten in den vergangenen Jahren aufgrund von Armut und Gewalt ihre Heimat verlassen. Die aktuellen Kämpfe in Kundu7 verschärfen die Situation.

 

„Rund um Kunduz verschärft sich die Situation erheblich. Über 300.000 Menschen, die in Kundus leben haben keinen Zugang zu Strom, Wasser und Nahrungsmitteln, da alle Läden geschlossen wurden und die Straßen unpassierbar sind“, berichtet James Williams, Leiter des Johanniter-Länderbüros in Kabul.

Ein Standort der Johanniter liegt nur eineinhalb Autostunden von Kunduz entfernt. Der Weg zur Klinik der Johanniter in Faizabad führt an Kunduz vorbei, deshalb können Nachschublieferungen nur unter sehr schwierigen Umständen dorthin gebracht werden.

 

„Das Ausmaß der Kämpfe in Kunduz ist Zeugnis der zunehmenden Destabilisierung des Landes. Unsere Arbeit wird dadurch erschwert“, so André Breitenstein, Projektkoordinator der Johanniter für Afghanistan.

Viel erreicht in den letzten 13 Jahren

Trotz der instabilen Sicherheitslage konnte die internationale Gemeinschaft in den letzten Jahren in Afghanistan viel erreichen:

 

„Der Bevölkerung geht es heute viel besser als vor 2002. Über acht Millionen Kinder gehen in Afghanistan zur Schule. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung haben Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Mütter- und Kindersterblichkeit, die im Jahr 2000 noch mit die höchste weltweit war, konnte erheblich gesenkt werden“, resümiert Breitenstein.

Die Johanniter haben dazu in den vergangenen 13 Jahren einen wichtigen Beitrag geleistet.

 

Hinweis an die Redaktionen: Johanniter-Projektkoordinator André Breitenstein sowie Johanniter-Länderbüroleiter James Williams stehen für Interviews zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bei der Pressestelle unter Tel.  030 – 26997 360.

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Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz - Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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