Hoffnung in Myanmar

Ma Kyi Aye, Minenopfer aus Myanmar, hat neuen Lebensmut gefunden

Jahrzehntelang bekämpften sich in der Karen-Region in Myanmar Milizen und Regierungstruppen. Inzwischen herrscht offiziell Frieden, doch der Tod lauert weiterhin überall: Unzählige Landminen sind noch im Boden vergraben oder liegen offen auf den Wegen, getarnt als Kugelschreiber oder Puppen – auch Kinder sind Ziel der Gewalt! Für die Bevölkerung kann jeder Schritt lebensgefährlich werden.

Fast jeden zweiten Tag explodiert eine der Minen und verändert auf einen Schlag das Leben eines Menschen oder seiner ganzen Familie. Auch für die Mutter Ma Kyi Aye hatte der Unfall mit einer Landmine schreckliche Folgen: Ihre Beine sind so schwer verletzt, dass es anfangs danach aussieht, dass beide amputiert werden müssen. Das wäre für alle lebenslang eine große Belastung, glaubt sie. Als Invalidin wird sie von der Gesellschaft verstoßen, in Myanmar ist der Glaube verwurzelt, Minenopfer bringen Unglück.

Die erste Zeit war sehr schwer für mich, denn die Mine hatte mir nicht nur die Beine verstümmelt, sondern mir auch meinen Lebensmut genommen. Aber der Gedanke an meine Kinder hat mich wieder stark gemacht. Sie sollten doch trotz meines Unfalls eine gute Zukunft haben.

Ein Minen-Unfall kann weitreichende Folgen haben. Oft können Minenopfer nach dem Unfall nicht mehr Arbeiten, es fehlt ein Einkommen und damit auch das Geld für den Schulbesuch der Kinder. Sie sind auf Unterstützung angewiesen.

Mit 29 Euro für ein Schulpaket mit Schuluniform, Büchern und Stiften ermöglichen Sie Kindern den weiteren Schulbesuch. Jetzt helfen

Sechs Wochen nach dem Unfall mit der Landmine darf Kyi Aye die Klinik verlassen. Sie hat großes Glück: Ein Bein konnte von den Ärzten gerettet werden, für das andere bekommt sie eine Prothese. Sie übt und übt, bis das Gehen damit gut funktioniert. Damit wird sie schnell wieder selbstständiger und fasst neuen Mut. Durch den Verkauf von selbstangebautem Gemüse verdient sie etwas Geld für die Familie.

Mit 40 Euro spenden Sie einer Familie Arbeitsgeräte und Saatgut, damit sie Gemüse anbauen und sich auf Dauer selbst ernähren kann. Jetzt helfen

Außerdem ist die Mutter Teil einer Selbsthilfegruppe, die von unserer Partnerorganisation betreut wird. Hier kann Sie an Schulungen teilnehmen und berufliche Qualifikationen erlangen – und wird nun Buchhalterin. "Ich habe gemerkt, dass ich nicht allein bin. Und dass ich trotz der schweren Behinderung für meine Kinder sorgen kann. Dafür bin ich sehr dankbar."

Minenopfer aus Myanmar finden Halt in einer Selbsthilfegruppe

Um Minen-Unfälle zu verhindern führen wir außerdem Schulungen zur Erkennung von Landminen durch. Damit kann großes Leid verhindert werden. Nach einem Unfall mit einer Mine ist es aber vor allem die starke Gemeinschaft der Selbsthilfegruppen, die den Menschen neue Zuversicht schenkt! Man hilft sich gegenseitig und ermutigt sich, kann das Leben wieder selbst in die Hand nehmen und ist dem Schicksal nicht hilflos ausgeliefert. Seelische Wunden der Minenopfer werden geheilt. Besonders ermutigend und rührend ist die Geschichte von Ma Khin Aye Lwin und U Nyunt Shwe, die sich in einer der Gesprächsgruppen kennengelernt haben. Sie haben dabei nicht nur einen Weg aus der Verzweiflung gefunden, sondern auch Lebensfreude und eine neue Liebe.

60 Euro sind eine besonders wertvolle und nachhaltige Hilfe für Schulungen und Selbsthilfegruppen. Jetzt helfen

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Ihr Ansprechpartner Kathrin Anhold

Lützowstrasse 94
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