Hunger im Südsudan

Vor sieben Jahren hat der Südsudan seine Unabhängigkeit ausgerufen. Doch schon kurz nach der Gründung brach im jüngsten Staat der Welt ein blutiger Bürgerkrieg aus. Knapp vier Millionen Menschen sind auf der Flucht, die meisten davon im eigenen Land. Und auch nach dem Friedensabkommen gibt es immer wieder gewaltvolle Übergriffe. Dazu kam die Hungersnot, die 2017 ausbrach und nach der 7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

In vielen Flüchtlingslagern sind sind die Zustände katastrophal, deshalb haben wir in einem der größten Flüchtlingscamps in der Stadt Wau ein medizinisches Stabilisierungszentrum aufgebaut und  eine Geburtenstation eröffnet: Damit wollen wir Neugeborene und Kleinkinder gesund durch Zeiten größter Not bringen.

In dem überfüllten Flüchtlingscamp in Wau lebt Maryam mit ihrem neugeborenen Sohn. Rund 40.000 Menschen drängen sich hier. Viele Kinder leiden an Unterernährung und Krankheiten wie Malaria oder Durchfall. Auch Maryams Sohn hat Fieber. In unserem Stabilisierungszentrum konnten wir allein in den ersten beiden Monaten mehr als 360 Kinder unter fünf Jahren behandeln. Wenn die Gesundheitshelferinnen und –helfer mit dem Maßband am Oberarm eines Kindes eine akute Unterernährung feststellen, erhalten die Kleinen sofort therapeutische Nahrung, etwa eine Erdnusspaste, die viele Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralien enthält.

Das Zentrum war ursprünglich vor allem für die Behandlung von geflüchteten Kindern aus dem Lager vorgesehen. Aber es  kommen immer mehr kleine Patienten aus dem Umland und von weit her zu uns", berichtet Julian Jekel, Projektkoordinator der Johanniter-Auslandshilfe.

Das Stabilisierungszentrum hat mehrere Bereiche: in Großraumzelten befinden sich eine ambulante und stationäre Aufnahmestation für unterernährte Kinder, eine Isolationsstation für Patienten mit stark ansteckenden Krankheiten und ein Labor. Außerdem wurden neue Toiletten- und Waschbereiche errichtet und eine Küche für die Patientenverpflegung gebaut. Weil sie hier eine professionelle Behandlung erhalten, die vielerorts nicht existiert, nehmen viele Familien aus umliegenden Dörfern lange Wege in Kauf, um zum Stabilisierungszentrum der Johanniter zu gelangen.

Die Menschen im Südsudan sind dringend auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

  • Mit 20 € helfen Sie, Medikamente gegen Fieber und Durchfall bereitzustellen.
  • 40 € kostet die lebensrettende Zusatznahrung pro Kind für einen Monat.
  • Mit 75 € erhält ein schwer unterernährtes Kind eine lebensrettende Behandlung und Aufbaunahrung.
Spenden Sie jetzt

Ihr Ansprechpartner Kathrin Anhold

Lützowstrasse 94
10785 Berlin