Jüngstes Menschenrecht feiert Geburtstag

Berlin, 28. Juli 2020

Am 28. Juli 2010 wurde das Recht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen offiziell als Menschenrecht anerkannt. Doch auch zehn Jahre später hat jeder 10. Mensch immer noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

In vielen Ländern weltweit haben Menschen nur sehr schwer oder gar keinen Zugang zu sauberem Wasser. Oft müssen mehrere Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden, um an Trinkwasser zu gelangen. Hinzu kommen meist prekäre hygienische Bedingungen, denn der Mangel an Wasser kommt oft zusammen mit einer nur schlecht ausgebauten Infrastruktur und kaum vorhandenen sanitären Anlagen.

Sowohl Wasser als auch sanitäre Anlagen sind jedoch von großer Bedeutung für unser Leben und die Grundlage für die Verwirklichung unserer Menschenrechte. Am 28. Juli 2010 wurde deshalb das Recht auf Wasser und sanitäre Einrichtungen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen offiziell als Menschenrecht anerkannt. In der Resolution werden die Staaten und internationale Organisationen dazu aufgefordert, insbesondere Entwicklungsländer bei der Bereitstellung von sicherem, sauberem, zugänglichem und erschwinglichem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen für alle zu unterstützen.

Rund 100.000 Menschen im WASH-Bereich unterstützt

Schon seit vielen Jahren ist der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Hygiene (WASH) ein essentieller Bestandteil in vielen Hilfsprojekten der Johanniter, sei es zur Verbesserung der gesundheitlichen Bedingungen oder im Einsatz nach Naturkatastrophen. So tragen wir mit dem Verlegen von Trinkwasserleitungen, der Vergabe von Wasserfiltern und dem Bau von Latrinen weltweit zu der Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung bei. Wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist es außerdem, die Bevölkerung zu Hygienethemen zu schulen, um so den Ausbruch von Krankheiten wie Ebola oder Corona zu verhindern.

Heute gibt es das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Wasser- und Sanitärversorgung seit zehn Jahren. Gemäß unserer Strategie setzen wir Johanniter dieses Recht in unseren Projekten weltweit um. Allein letztes Jahr konnten wir so rund 100.000 Menschen im WASH-Bereich unterstützen, beispielsweise durch Aufklärung, sauberes Wasser oder eine Latrine. Wir werden auch weiterhin unser Augenmerk darauf richten, das Nachhaltigskeitsziel der UN in unseren Projekten zu erreichen“, so Dr. Oliver Hoffmann, Fachberater für Public Health bei der Johanniter-Auslandshilfe.

Besonders in der Corona-Zeit ist nochmal deutlich geworden, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene ist. Sie trägt essentiell dazu bei uns vor Krankheiten zu schützen.

Wie die Johanniter weltweit dazu beitragen, dass sie Menschen vor dem Virus Covid-19 schützen können, erfahren Sie hier.

Wie sorgen die Johanniter für eine verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung?
Hier gibt es Antworten darauf.

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Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz - Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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