Kambodscha: EU-Delegation besuchte Projekt der Johanniter

Phnom Penh, 14. Februar 2018

Vertreter von zehn europäischen Botschaften haben am 13. Februar Projektgemeinden der Johanniter und der lokalen Partnerorganisation Save Cambodia´s Wildlive in den ländlichen Provinzen Kratie und Stung Treng besucht. Dort führen Johanniter und SCW seit 2016 integrale Maßnahmen durch, um rund 45.000 Menschen widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels und die drohende Verarmung zu machen.

„Es war beeindruckend zu sehen, wie SCW vulnerable Gemeinden beim Einsatz von umweltfreundlichen Technologien unterstützt und ihnen neue Einkommensmöglichkeiten näher bringt“, sagte Daniela Dempf, Vertreterin der Deutschen Botschaft, gegenüber SCW nach ihrem Besuch. Sie und zwölf weitere Delegationsmitglieder aus Großbritannien, Schweden, Finnland, Spanien, Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Belgien und Polen besichtigten unter anderem eine Bienenfarm in dem Dorf Prek Samann Village. Dort erzählten die Bewohner über die Produktion und führten vor, wie der Honig aus dem Bienenstock extrahiert wird. „Ich bin überzeugt, dass der Honig der Gemeinde viele Kunden finden wird, die das Produkt schätzen“, urteilte Daniela Kempf, nachdem alle eine Kostprobe des Honigs erhalten hatten.

Das Ziel des Projekts ist ehrgeizig: Kleinbauern betreiben effizientere Landwirtschaft im Einklang mit Natur- und Ressourcenschutz, Frauen haben ein höheres Einkommen und die Gemeinden verbessern ihre Ess- und Hygienegewohnheiten, um Krankheiten zu vermeiden. Die Honig-Produktion ist nur ein Teil des Projekts, der den armutsgefährdeten Gemeinden neue Einkommensquellen ermöglichen soll. Denn die Kleinbauern verlieren zusehends ihre natürlichen Ressourcen. Illegale Abholzung großer Firmen und industrielle Fischerei in den Flüssen unter Einsatz von Chemikalien zerstören ihre Lebensgrundlage.  Eigene Ressourcen werden nun sinnvoll genutzt, um auch Geld zu sparen: So wurden in fünf Dörfern zehn Biogasanlagen installiert. Mit der einfachen Technologie können die Familien selbst erzeugtes Gas aus organischen Haushaltsabfällen oder Dung produzieren und zum Kochen verwenden. Das spart Zeit, Geld und Strom und schont die Umwelt, ebenso wie 38 stromsparende Solarpumpen zur Bewässerung der Gärten.

Solche Besuche sind für die Menschen eine besondere Gelegenheit, ein Ohr für ihre Probleme und Ideen zu bekommen. Aber natürlich auch für uns: So erfahren diejenigen, die solche Projekte finanziell fördern, welche positiven Auswirkungen unser Engagement haben kann“, sagt Kyra Marwaha, Landesbüroleiterin der Johanniter in Kambodscha.

Sie hofft, dass das Projekt auch in Zukunft unterstützt wird. Das laufende Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und durch Spenden finanziert.

Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Mathias Wahler - Head of Communications

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