Philippinen: Erdbebenserie verursacht schwere Schäden auf Mindanao

Berlin / Cebu City, 04. November 2019

Grafik: ERCC

Seit dem 16. Oktober kommt die Erde auf der südphilippinischen Insel Mindanao nicht mehr zur Ruhe. Vier Beben von einer Stärke zwischen 6,1 und 6,6 auf der Richterskala haben in den vergangenen zwei Wochen für schwere Zerstörungen gesorgt und mindestens 17 Menschen das Leben gekostet. Rund 150.000 Menschen sind laut der nationalen Katastrophenbehörde betroffen, 27.350 Häuser wurden zerstört. „Das betroffene Gebiet in der Provinz Cotabato ist größer als anfangs angenommen“, berichtet Ron Langford, Büroleiter der Johanniter auf den Philippinen. Hilfe für die Betroffenen sei notwendig.

Am Wochenende war ein Erkundungsteam von ECOweb und Kasilak, beides lokale Partnerorganisationen der Johanniter, in der Region unterwegs, um Hilfsbedarfe festzustellen und Daten über die Schäden zu erheben. Neben Nahrungsmitteln, Wasser, Hygieneutensilien und Medikamenten sei laut dem ersten Bericht vor allem psychosoziale Unterstützung notwendig, da der Schock bei vielen Anwohnern durch die immer wiederkehrenden Beben tief sitze. Über 700 Erschütterungen wurden seit dem 16. Oktober verzeichnet. Mehr als 20.000 Menschen verbringen die Nächte aus Angst oder wegen des Verlusts ihrer Häuser in Notunterkünften. Die Johanniter-Mitarbeiter vor Ort prüfen gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen erste Hilfsmaßnahmen in den kommenden Tagen.

Die Philippinen liegen am sogenannten pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten zusammenstoßen. Immer wieder kommt es zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen. Die von den Beben betroffenen Gebiete liegen in der Nähe des Vulkans Apo, dem höchsten Berg des Landes. Die Hänge gelten als geologisch äußerst instabil, werden jedoch wegen ihrer fruchtbaren Böden bevorzugt für die Landwirtschaft genutzt. Viele der betroffenen Gemeinden sind wegen der Erdrutsche und Risse nun als „Nicht-Bauland“ deklariert, was eine schnelle Rückkehr aller Betroffener in ihre Heimatdörfer unwahrscheinlich macht.    

Die Philippinen werden häufig von Naturkatastrophen heimgesucht. Nach dem Wirbelsturm Haiyan 2013 halfen die Johanniter vor Ort mit einem medizinischen Soforthilfeteam. Foto: Johanniter/Paul Hahn

Für schnelle Hilfe auf den Philippinen sind die Johanniter auf Spenden angewiesen.

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