Syrien: Jugendliche erlernen Tischlerhandwerk

Amman, 14. März 2019

Die Stadt Arbin in der Region Ost-Ghuta war während des Syrienkrieges das Ziel zahlreicher Bomben. Die Menschen in dem Gebiet erlebten eine der längsten und schwerwiegendsten Belagerungen. Anfang 2018 eskalierten die Kämpfe, die fünf Jahre andauernde Belagerung endete schließlich im April. Seit einigen Monaten wird aufgeräumt und der Wiederaufbau hat begonnen. Die Johanniter-Auslandshilfe unterstützt die Einwohner mit Einkommen schaffenden Maßnahmen.

Dabei wird an eine Tradition angeknüpft. Arbin war vor dem Krieg berühmt für die Herstellung filigraner Möbel mit Perlmutt. Handwerkliches Wissen und Potenzial war lokal vorhanden. Deshalb startete im November 2018 ein erstes Pilot-Projekt zusammen mit der Partnerorganisation St. Ephrem Patriarchal Development Committee (EPDC), in dem 25 Jugendliche eine Berufsausbildung in einer Tischlerei begannen. Eine Werkstatt musste wegen Bombenschäden zunächst repariert und ausgestattet werden. Jetzt fertigen dort die Jugendlichen zusammen mit Handwerkern dringend notwendige Holzprodukte wie Türen, Fenster und Möbel an. Sie sollen später eine würdige Einkommensquelle haben und zum Wiederaufbau der Stadt aktiv beitragen.

Die Tischlerei hat dazu beigesteuert, den lokalen Markt in der Stadt und in der Nachbarschaft wiederzubeleben. Viele umliegende Ladenbesitzer haben mit der Sanierung und Wiedereröffnung ihrer Geschäfte begonnen. Die Tischlerei schließt eine wichtige Lücke“, erklärt Luisa Rueda, Büroleiterin der Johanniter in Jordanien.

Das Projekt, welches rund 30.000 Einwohner der umliegenden Stadtviertel zugutekommt, wird finanziell vom Spendenbündnis Aktion Deutschland Hilft unterstützt.

Für dieses Projekt spenden
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Anette Müller

Lützowstr. 94
10785 Berlin