Tsunami in Indonesien: Team vor Ort in Katastrophenregion

Berlin, 03. Januar 2019

Indonesien kommt nicht zur Ruhe. Knapp drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben auf der Insel Sulawesi mit über 2.000 Toten hatte der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau kurz vor Weihnachten einen Tsunami ausgelöst. Die Flutwellen verwüsteten Küstenabschnitte der Inseln Java und Sumatra. Mindestens 428 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 16.000 verloren ihr Zuhause. Die Johanniter waren zu Weihnachten vor Ort, um die Schäden zu begutachten. Mit einer lokalen Partnerorganisation werden nun Hilfsmaßnahmen geplant.

"Es war weder ein Erdbeben zu spüren, noch haben uns Warnungen seitens der Behörden erreicht", schrieb die Johanniter-Mitarbeiterin Ejodia Kakoensi. "Alles geschah sehr schnell." Sie befand sich rund 60 Kilometer von der Küste entfernt im Inland der Provinz Banten, welche von der Flutwelle getroffen wurde. Auslöser war der Vulkan Anak Krakatau. Dessen gewaltiger Ausbruch löste einen Erdrutsch unter Wasser aus und erzeugte die Wellen, die nun erneut für Tod und Zerstörung gesorgt haben.

Einen Tag später war unsere Helferin zusammen mit Mitarbeitern der lokalen Partnerorganisation PERUATI an der Küste des Distrikts Tanjung Lesung auf Java, der von den Flutwellen schwer getroffen wurde. "Anwohner erzählten uns, wie sich sich noch rechtzeitig auf Anhöhen retten konnten. Bisher seien aber sechs Touristen tot geborgen worden und weitere Menschen werden vermisst", berichtet Kakoensi. Sie hat die begutachteten Schäden ausgewertet und eruiert zusammen mit Partnerorganisationen mögliche Hilfsmaßnahmen.

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Die Johanniter sind seit Oktober zusammen mit den Organisationen INANTA (Yayasan Inovasi Ketahanan Komunitas) und PERUATI in Indonesien aktiv, um Betroffenen des schweren Erdbebens vom 28. September auf der Insel Sulawesi zu helfen. Neben Nahrungsmitteln wie Reis, Eier, Babynahrung und Zucker erhielten diese unter anderem Küchenutensilien, Eimer, Matratzen, Zeltplanen und Hygienematerialien. Mitarbeiter von INANTA klären die Menschen über Risiken und Hygienemaßnahmen auf. Über Hilfslieferungen hinaus engagieren sich beide Organisationen mit psychosozialer Unterstützung und Trainings. Freiwillige und Vertreter betroffener Gemeinden werden darin geschult, wie sie Risiken mindern und sich besser gegen Katastrophen wappnen können. Dazu zählen unter anderem Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Mehr über unsere Hilfsmaßnahmen auf Sulawesi erfahren Sie hier

Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Mathias Wahler - Fachbereichsleiter Kommunikation Auslandshilfe

Lützowstr. 94
10785 Berlin