Kenia

Eine schwere Dürre hatte 2011 und 2017 vor allem den Nordwesten Kenias fest im Griff. Tausende Nomaden in der wenig erschlossenen Region waren mit ihrem Vieh auf der Suche nach Trinkwasser und Futter. Die Johanniter setzten sich in den letzten Jahren dafür ein, dass neben der Nothilfe vor allem langfristig wirksame Maßnahmen auf wiederkehrende Dürren entwickelt werden. Eine funktionierende Gesundheitsversorgung ist darin ein wichtiger Bestandteil.

Seit der letzten Dürrekatastrophe 2011 unterstützen die Johanniter gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation Africa Inland Church Health Ministries (AICHM) in der Turkana-Region vor allem Nomaden-Gemeinden bei der Suche nach besseren Einkommensmöglichkeiten. Die seitdem umgesetzten Maßnahmen hatten ihnen geholfen, sich länger aus eigener Kraft und mit eigenen Ressourcen versorgen zu können. Rund 900 Familien hatten gelernt, Holzkohle herzustellen und zu vermarkten. Die Einnahmen fließen in einen Gemeinschaftsfond für eigene Projekte oder schlechte Zeiten. Außerdem stehen Fachleute von unserer Partnerorganisation AICHM beim Anbau von Sorghum-Hirse und anderen Agrarprodukten beratend zur Seite. Das Ziel ist, dass sich die Menschen auch in einem widrigen Umfeld langfristig selbst helfen und versorgen können.

Medizinische Betreuung für Flüchtlinge und Anwohner

Neben klimatischen Extremen sieht sich der Nordwesten Kenias mit einer hohen Zahl an Flüchtlingen konfrontiert. Zehntausende Südsudanesen sind in den vergangenen Jahren vor dem gewaltsamen Konflikt in ihrer Heimat in das Flüchtlingslager Kakuma geflohen. Es gehört zu den größten Lagern der Welt. Seit 2014 unterstützen die Johanniter Gesundheitsstationen, um die medizinische Versorgung der Menschen im Lager und für die Anwohner außerhalb zu verbessern. Neben der Behandlung von gängigen Krankheiten konzentrieren sich die Johanniter dabei besonders auf die Betreuung, Behandlung und Begleitung von Müttern und Kindern. Fachärzte für Augenerkrankungen und orthopädische Beschwerden bieten den Bewohnern von Kakuma und den umliegenden Gemeinden Spezialsprechstunden an und operieren bei Bedarf. Dabei arbeiten wir eng mit unserer lokalen Partnerorganisation Africa Inland Church Health Ministries (AICHM) zusammen, die vor Ort gut mit weiteren Hilfsorganisationen vernetzt ist.

Spenden Sie jetzt

Informationen zu den aktuellen Projekten der Johanniter-Auslandshilfe in Kenia erhalten Sie in der unten stehenden Tabelle.

Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Turkana Erweiterte Basisgesundheitsversorgung für Flüchtlinge und gefährdete aufnehmende Gemeinden in Kalobeyei und Kakuma 01.09.2018 - 31.08.2019 Auswärtiges Amt, Spenden
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Nina Skandalaki

Lützowstr. 94
10785 Berlin