Uganda

In Uganda leben aktuell 1,4 Millionen Flüchtlinge. Sie kommen aus dem Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und Eritrea. Der Großteil von ihnen sind Frauen und Kinder, die vor Gewalt und kriegerischen Auseinandersetzungen in Ugandas Nachbarstaaten geflohen sind. Aufgrund anhaltender Konflikte in der Region steigt die Zahl der Schutzsuchenden weiter. Die Johanniter unterstützen mit Vorsorgeprojekten.

Ein Rahmenplan sieht die umfassende Unterstützung der Flüchtlinge und Einheimischen gleichermaßen vor. Dafür koordinieren die verschiedenen Hilfsprogramme und NRO ihre Arbeit vor Ort. ©JUH

Uganda gilt als Modellland bei der Umsetzung des internationalen Rahmenplans für Flüchtlinge. Sie erhalten einen rechtlich garantierten Schutz und ihnen wird Bewegungsfreiheit sowie das Recht auf Arbeit und Existenzgründung eingeräumt. Darüber hinaus können Flüchtlinge die Sozialdienste nutzen und ihnen werden Grundstücke zugeteilt. Diese können sie für den landwirtschaftlichen Anbau nutzen. Die Settlements erstrecken sich daher oft über sehr weitläufige Gebiete, was eine adäquate Versorgung teilweise erschwert. Viele soziale Strukturen wie Schulen, Krankenstationen und Gemeindezentren sind temporär angelegt und müssen langfristig ausgebaut werden.

Projekte für Flüchtlinge und einheimische Bevölkerung

Durch Wissen über Hygiene gesund bleiben. Kinder organisieren sich dafür in School Health Clubs. ©JUH

Ziel des internationalen Rahmenplans ist es, dass Hilfsmaßnahmen sowohl den Flüchtlingen als auch der einheimischen Bevölkerung gleichermaßen zu Gute kommen. So soll eine nachhaltige und langfristige Integration sichergestellt werden. Dafür ist Uganda jedoch dringend auf externe Hilfe angewiesen. Nach einem Aufruf des UN-Flüchtlingshilfswerks, welche die Arbeit der Hilfsorganisationen in enger Zusammenarbeit mit der ugandischen Regierung koordiniert, realisieren die Johanniter seit Anfang 2018 Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen und ansässigen Gemeinden. Aktuell arbeiten die Johanniter in drei Flüchtlingslagern in enger Kooperation mit lokalen Hilfsorganisationen. Die Projekte konzentrieren sich auf Vorsorgemaßnahmen. Es werden Wissen und Praktiken vermittelt, um die Menschen vor Krankheiten und Unterernährung zu schützen. Damit soll jetzt und in Zukunft die Lebenssituation der Menschen nachhaltig verbessert werden.

Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten entnehmen Sie bitte durch Klick auf die Links in der folgenden Projekttabelle.

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Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Distrikt Moyo, Siedlung Palorinya in Itula Sub County Verbesserte Sanitär- und Hygienebedingungen für südsudanesische Flüchtlinge und Einheimische in Palorinya 01.01.2018 - 30.09.2018 ADH
Distrikt Lamwo, Palabek Ogili Refugee Settlement/Zone 5 Verbesserte Ernährungspraktiken für Neugeborene und Kleinkinder 01.02.2018 - 31.10.2018 Bündnis Entwicklung Hilft (BEH)
Distrikt Hoima, Kyangwali Refugee Settlement Verbesserte Chancen und Zugang zu sozialen Diensten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen 14.05.2018 - 14.11.2018 ADH
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Silke Degen

Lützowstr. 94
10785 Berlin