Wissen über Hygiene senkt Krankheitsrisiken

Cinthia ist 15 Jahre alt und lebt seit Dezember 2016 im Flüchtlingslager Palorinya im Norden Ugandas. Sie besucht die Budri Primary School. Die Schule ist nicht viel mehr als ein löchriges Zelt, das 2016 als Notmaßnahme aufgestellt wurde. Der Bau eines permanenten Schulgebäudes zieht sich hin. Cinthia besucht die 7. Klasse, zusammen mit 84 weiteren Schülern und Schülerinnen. Häufig wird es unter der Zeltplane so heiß, dass der Unterricht unter einem Baum im Freien stattfindet.

Die Johanniter haben vor Ort in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Global Aim Schulhygieneklubs eingerichtet. Die Schüler und Schülerinnen werden in Hygiene und den sorgsamen und nachhaltigem Gebrauch von Wasser geschult. Die Klubs erarbeiten gemeinsam mit der Schulleitung einen Plan, um das Schulgelände sauber zu halten. Das Wissen, welches die Mitglieder des Klubs erhalten, sollen sie an ihre Mitschüler und Familienmitglieder weitertragen. Damit soll nachhaltig gute Hygienepraxis vermittelt werden, was einer der effektivsten Wege ist, um die Übertragung von Krankheiten einzudämmen.

Wir haben gelernt, die Wasserkanister regelmäßig zu reinigen, um Verunreinigungen im Trinkwasser vorzubeugen. Das trage ich an meine Familie weiter. Meine Mutter fand es gut, dass ich mein Wissen an sie weitergebe“, sagt Cinthia.

Neben dem Engagement in Schulen arbeiten die Johanniter mit so genannten Wassernutzungskommitees. Die Kommitees wurden von der Gemeinschaft gewählt, um die Funktionalität der Wasserstelle dauerhaft zu gewährleisten. Viele der Kommitees waren vor dem Projekt inaktiv und hatten keine Schulung darüber, wie sie am besten zusammenarbeiten. Gemeinsam mit den Johannitern und Global Aim haben die Komitees sowohl Reparaturen, wie auch eine bessere Instandsetzung der Wasserstellen realisiert. Beispielsweise durch Abzäunung, um Tiere von Wasserstellen fernzuhalten und Wasserverunreinigungen vorzubeugen.

„Nachdem die Wasserkomitees ein Training erhalten haben, konnten wir einen deutlichen Unterschied feststellen. Dank der Absperrung vermeiden wir, dass Tiere an der Wasserstelle sind und Kinder in den Pfützen spielen. Überflüssiges Wasser läuft jetzt dank der Einrichtung einer Versickerungsgrabens ab. Die Gemeinschaft respektiert uns für unsere Arbeit zur Verbesserung der Wasserstelle.“ (Mitglied des Wasserkomitees) ©Johanniter/ A. Boehringer

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