Syrien

Nach acht Jahren Bürgerkrieg bekämpfen sich weiterhin zahlreiche Kriegsparteien in Syrien. Die Johanniter-Auslandshilfe hilft den Menschen im Land und den syrischen Flüchtlingen in den Nachbarländern Jordanien und Libanon, um ihnen eine Lebensperspektive zurückzugeben.

Schicksal jedes zweiten Syrers: knapp 13 Millionen sind in- und außerhalb des Landes auf der Flucht. ©Johanniter/J. Studnar

Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 haben mehr als 350.000 Menschen ihr Leben verloren. Fast die Hälfte aller Syrer waren Ende 2017 laut UN-Angaben auf der Flucht. Rund 6,3 Millionen innerhalb ihres eigenen Landes, ähnlich viele Menschen flohen zumeist in die Nachbarstaaten. Trotz abflauender Intensität des Konflikts in zahlreichen Regionen ist eine Rückkehr für viele Menschen äußerst riskant. Das macht den Konflikt zu einer der größten und längsten humanitären Krisen der vergangenen Jahrzehnte.

Durch wiederholte Bombardements von Krankenhäusern, zivilen Einrichtungen und dem Einsatz von Giftgas wurde bereits mehrfach das Humanitäre Völkerrecht verletzt. Das gefährdet das Recht auf Hilfe für die betroffenen Menschen vor Ort. Die Johanniter-Auslandshilfe engagiert sich seit 2013 mit lokalen Partnern in dem Land. Projekte im Bereich der Basisgesundheitsversorgung helfen bei der medizinischen Versorgung der Menschen und leisten Schutz vor Krankheiten. Denn ein flächendeckend funktionierendes Gesundheitssystem gibt es in Syrien nicht mehr.

Mit dem Abflauen der Kämpfe im Süden des Landes haben Wiederaufbaumaßnahmen begonnen. In Ost-Ghouta, das besonders 2018 die Brutalität dieses Krieges erlebte und jahrelang belagert wurde, unterstützen die Johanniter die Ausbildung Jugendlicher zu Tischlern. Dadurch leisten sie einen Beitrag zum Wiederaufbau und schaffen sich eine berufliche Zukunftsperspektive.

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Das haben wir seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges im Bereich Gesundheit geleistet:

Impfungen gegen Polio für Kinder: Ende 2013 traten erste Poliomyelitis-Fälle auf. Die Virusinfektion - besser bekannt als Polio oder Kinderlähmung – führt zu Lähmungserscheinungen und kann tödlich sein. Den einzigen Schutz bietet eine mehrfache Impfung. Deshalb führte die Johanniter-Auslandshilfe 2014 gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation und der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes eine Impfkampagne im Süden Syriens durch. 93.000 Kinder wurden immunisiert und 120.000 Menschen über die Verbreitung der Infektion und der Vorsorge aufgeklärt.

Medizin und technische Ausstattung für Gesundheitsstationen: 2016 wurden Arzneimittel und medizinisches Equipment beschafft, die über lokale Organisationen in Südsyrien verteilt und eingesetzt wurden. Mit dem Euipment konnten Basisgesundheitsstationen und mobile Kliniken ausgestattet oder neu eingerichtet werden. Deren regional gleichmäßige Verteilung vermied, dass die Menschen teure und gefährliche Reisen innerhalb des Konfliktgebiets auf sich nehmen mussten. Da nur noch fünf von 22 Dialysezentren in syrischen Kliniken funktionstüchtig waren, unterstützte die Auslandshilfe im Jahr 2017 Kliniken bei der Behandlung von Dialyse-Patienten.

Wie schwer eine Flucht aus Syrien ist, zeigt Ihnen die folgende Grafik. Auf unseren Seiten zu Jordanien und dem Libanon erfahren sie mehr über unser Engagement für die Betroffenen des syrischen Bürgerkriegs.

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