Anfahrt als Geisterfahrer nur im Ausnahmefall

Schwabach, 14. September 2018

Mit den Polizistinnen wurden wichtige Themen besprochen.

Weil Einsätze auf der Autobahn immer wieder besondere Herausforderungen mit sich bringen, haben sich die Ehrenamtlichen der Johanniter-Schnelleinsatzgruppen bei der Verkehrspolizei fortgebildet. Dabei lernten sie zunächst das Aufgabengebiet der in Feucht stationierten Autobahnpolizei kennen.

Anschließend kamen Themen wie Rettungsgasse und die Anfahrt zu Einsatzstellen auf der Autobahn zur Sprache. Insbesondere die aktuelle Baustelle auf der A 6 vor der Haustüre der Schwabacher Johanniter ist bei Unfällen eine Herausforderung: Selbst mit gutem Willen ist es den Verkehrsteilnehmern oft nicht möglich, eine Rettungsgasse zu bilden, weil der Platz für drei Fahrzeuge nebeneinander kaum ausreicht. Versetzt fahren - und bei stockendem Verkehr auch so halten wäre die Lösung, doch daran denken die wenigsten Fahrerinnen und Fahrer. Auch die Anfahrt als "Geisterfahrer" entgegen der Fahrtrichtung auf einer gesperrten Autobahn ist häufig nicht so einfach wie gedacht und kommt daher nur in Ausnahmefällen und Rücksprache mit den Beamten der Polizei in Betracht. Die zweite Besonderheit ist die Absicherung an der Einsatzstelle. Hier bekamen die Sanitätskräfte einen Einblick in die Möglichkeiten, auf die die Autobahnpolizei zurückgreifen kann, um die Arbeit der Einsatzkräfte vor Ort so sicher wie möglich zu machen, ohne den fließenden Verkehr mehr als nötig zu behindern. Besonders interessant war der Blick in die Einsatzzentrale der Inspektion. Von hier werden die Einsätze der verschiedenen Streifen auf den Autobahnen rund um das Autobahnkreuz Nürnberg koordiniert und abgewickelt.

Mit ihren ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen rücken die Johanniter von Schwabach aus auf die Autobahn aus, wenn es beispielsweise gilt, nach einem Unfall eine größere Zahl von Verletzten zu versorgen, als der reguläre Rettungsdienst bewältigen kann; aber auch die Versorgung von Einsatzkräften und im Stau steckenden Fahrzeuginsassen mit Getränken bei langdauernden Einsätzen kommt regelmäßig vor. Dann ist es wichtig, zu wissen, wie man sich zu Fuß richtig auf dem Pflaster bewegt, auf dem man normalerweise nur im Auto unterwegs ist.