Anspruchsvolles Szenario für Rettungskräfte

Nürnberg, 12. September 2018

Johanniter und Feuerwehr üben gemeinsam in Worzeldorf

Die Einsatzlage forderte alle Helfer.
Bildquelle: Andrea Schäfer

Nürnberg ■ Ende August 2018 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Worzeldorf zusammen mit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) eine gemeinsame Übung. Die 18 Teilnehmer der beiden Hilfsorganisationen fanden ein anspruchsvolles Übungsszenario vor: Auf einer Straßenkreuzung ereignete sich ein Unfall. Ein LKW-Fahrer erfasste zwei Fahrradfahrer. Die beiden Radfahrer wurden schwerverletzt. Im Verlauf der Übung stellte sich heraus, dass die LKW-Fahrerin einen  Herzinfarkt erlitten hatte und zudem alkoholisiert war. Die Beifahrerin des Lastkraftwagens war verschwunden und musste im nahe gelegenen Wald mit Hilfe einer Wärmebildkamera gesucht werden.

Die Freiwillige Feuerwehr (FFW) aus Worzeldorf kam als erstes an der Unfallstelle an und übernahm die Einsatzleitung. Die Fahrzeuge und Einsatzkräfte der JUH waren gemäß Einsatzmeldung auf dem Heimweg von einem Sanitätsdienst. Von der Leitstelle wurden sie dann zu dem Einsatz gerufen.

Die FFW übernahm die Einsatzstellenabsicherung und arbeitete gemeinsam mit der JUH alle Situationen vorbildlich ab. Die Versorgung aller Patienten war vorbildlich. „Eine besondere Herausforderung war neben dem Szenario die Hitze. Bei 35 Grad mit kompletter Einsatzkleidung war das für alle Helfer sehr anstrengend und schweißtreibend.“, berichtete Andrea Schäfer, Ausbilderin der Sanitätshelfer bei den Johannitern.

Solche Übungen, unter möglichst realen Bedingungen, sind für die Aus- und Weiterbildung der Rettungskräfte sehr wichtig. Obwohl sich die Helfer nicht kannten, arbeiteten sie reibungslos zusammen und jeder konnte seine Stärke einbringen. Ein großes Dankeschön ging am Ende auch an alle Helfer, Schminker für realistische Unfalldarstellung und die Verletztendarsteller.