Ein Stundenplan mit Herzinfarkt und Knochenbrüchen

Nürnberg, 17. Juli 2019

Im Team versorgten die Prüflinge eine Person mit Asthmaanfall.
Foto: Andrea Schäfer

Johanniter in Mittelfranken bildeten zwanzig Sanitäter aus

Nürnberg ■ In den letzten Wochen absolvierten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Ausbildung zum Sanitätshelfer bei den Johannitern in Mittelfranken. Ende Juni fanden die theoretischen und praktischen Prüfungen statt. Alle Teilnehmer haben dabei bestanden. „Wir freuen uns riesig, dass alle bestanden haben. Das ist bei den Kursen nicht immer der Fall.“, berichtet Johannes Berges, Ausbilder des Kurses. „Es war wirklich eine tolle Gruppe.“

Bei der Prüfung mussten die Teilnehmer nicht nur ihr theoretisches Wissen unter Beweis stellen. In der Praxis standen ein Fallbeispiel und die Herz-Lungen-Wiederbelebung (Kind und Erwachsene) auf dem Programm. „Rund 50 Unterrichtseinheiten lernten und übten die Kursteilnehmer viel zum Thema erweiterte Erste-Hilfe, vertieften das Gelernte in Fallbeispielen und wurden für unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten ausgebildet.“, erzählt Berges weiter.

Das Ausbilderteam im Regionalverband Mittelfranken unterrichtete unter anderem die medizinische Erstversorgung bei epileptischen Anfällen, Herzinfarkt, Stromunfall, Verbrennungen und Verbrühungen, Frakturen, Unterzucker, Intoxikationen, diverse Verkehrsunfälle, Bewusstlosigkeit und Vieles mehr. Natürlich immer mit dem theoretischen Wissen, was passiert gerade im Körper.

Damit bei so einem Prüfungswochenende alles reibungslos klappt, helfen alle zusammen. Neben der Vorbereitung zur Prüfung an sich, unterstützten auch Schminker, Mimen und  Prüferinnen und Prüfer den Lehrgangsabschluss.

Künftig werden die frisch gebackenen Sanitäterinnen und Sanitäter ehrenamtlich in den Bereichen Rettungshundestaffel, Johanniter-Jugend, Sanitäts- und Rettungsdienst, Bevölkerungsschutz und als Erste-Hilfe-Trainer tätig sein.