Große Aufregung für Mina und Minou

Coburg/Schwabach , 13. März 2019

Barbro Wenzel mit Minou und Norbert Hrdy mit Mina nach bestandener Prüfung.
Bildquelle: Holger Peetz

Johanniter-Rettungshundeteams aus ganz Deutschland wurden geprüft

Coburg/Schwabach n Ganz früh ging es am letzten Samstag für Mina und Minou los: Zusammen mit ihren Hundeführern Barbro Wenzel aus Schwabach und Norbert Hrdy aus Zirndorf, beide von der Johanniter-Rettungshundestaffel Mittelfranken, starteten sie bei der bundesweiten Prüfung für Rettungshunde. Die Prüfung wurde vom Arbeiter-Samariter-Bund  im Coburger Land ausgerichtet.

Nach einem gemeinsamen Frühstück, leider nur für die Zweibeiner, begann der Tag mit einer Einweisung. Zuerst waren die Menschen dran. Sie mussten ihr Wissen bei einem umfangreichen Theorietest unter Beweis stellen.

Endlich kamen dann die Hunde an die Reihe und der Praxisteil ging los. Zuerst mussten alle acht Teams den Verweistest bestehen. Dabei durften die Vierbeiner dem Vermissten nicht zu nahe kommen oder belästigen, denn im echten Einsatzfall muss gewährleistet sein, dass die Hunde einen möglicherweise Schwerverletzten nicht bedrängen. Gleich danach ging es weiter zur Unterordnung. Bei diesem Gehorsamkeitstest kam es auf das gute Zusammenspiel der Teams an. Geprüft wurde unter anderem, ob der Rettungshund auf Kommandos korrekt reagiert und seinem Hundeführer auch ohne Leine folgt.

Nach dem Bestehen dieser Teilprüfungen stand für  die Prüflinge die Flächensuche in einem gut 30.000 Quadratmeter großen Waldgelände auf dem Programm: Dort waren ehrenamtliche Verletztendarsteller versteckt. Nur 20 Minuten hatten die Teams Zeit, zwei Vermisste zu finden. "Wir sind stolz auf die Leistung unserer beiden Teams aus Mittelfranken und  freuen uns, dass sie die Prüfung mit Erfolg gemeistert haben.“, berichtet Ingrid Bierschneider von der Johanniter-Rettungshundestaffel in Mittelfranken.

Insgesamt bestanden alle acht Rettungshunde die Prüfung mit ihren Herrchen am Wochenende. „Für alle war es ein gutes Wochenende.“, so Bierschneider weiter. „Das alle Teams bestehen ist eher eine Seltenheit.“

Über die Rettungshundearbeit: Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Als Fachdienst im Rahmen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes betreiben die nach DIN 13050 zertifizierten Rettungshundeteams in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Feuerwehren die Personensuche nach Vermissten. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen. Die Staffeln werden über die jeweilige Leitstelle angefordert. In der Fläche ersetzt ein Hund etwa 40 bis 50 Helfer und kann in 15 Minuten bis zu 30.000 Quadratmeter absuchen. Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen, die alle 24 Monate aufgefrischt werden muss.