Gute Vorbereitung für künftige Einsätze

Schwabach, 03. Juni 2020

Üben mit Material geht auch mit Abstand. Die Johanniter machen es vor.
Bildquelle Stefan Merz

Schwabacher Johanniter nehmen ihren Übungsbetrieb wieder auf

Für gewöhnlich treffen sich die Ehrenamtlichen der Johanniter aus dem Schwabacher Bevölkerungsschutzes einmal in der Woche, um sich medizinisch fortzubilden oder die Arbeit mit verschiedenen Fahrzeugen und Geräten zu üben. Seit Beginn des großen Stillstands Mitte März waren diese Treffen ins Internet verlegt worden. Fortbildungen fanden per Videokonferenzen statt und für praktische Tätigkeiten wurden Filmchen erstellt und geteilt. Seit dieser Woche können die Retter wieder "in echt" üben.

Der erste Ausbildungsabend stand auch gleich im Zeichen von Corona: Wie kann die Verpflegung von Einsatzkräften und Betroffenen bei größeren Einsätzen sichergestellt werden? Gerade bei Bränden werden die Johanniter regelmäßig alarmiert, um Einsatzkräfte mit Kaltgetränken oder Anwohner mit Decken zu versorgen. Die Schnelleinsatzgruppen (SEG) Betreuung und Verpflegung der Schwabacher Johanniter sind dafür mit zwei Kleinbussen und zwei Anhängern ausgerüstet. Aber wie können Getränke oder auch Essen ausgegeben werden, ohne dass das Infektionsrisiko zu hoch wird? Diese Frage stand nun im Mittelpunkt der ersten SEG-Ausbildung nach dem Stillstand.

"Für unsere Ehrenamtlichen sind solche Treffen enorm wichtig", so Thomas Grüneis, Leiter des Schwabacher Bevölkerungsschutzes. "Wir haben viele Aktive, die sich bei den Johannitern engagieren - und die unsere Gemeinschaft sehr schätzen. Das war auch für unsere Ehrenamtlichen in der letzten Zeit nicht immer leicht. Außerdem können wir den richtigen Einsatz unserer Gerätschaften eigentlich nur richtig lernen, wenn wir sie auch anfassen können."

Jetzt, wo der aktive Übungsbetrieb wieder begonnen hat, sind auch neue Ehrenamtlich herzlich willkommen. "Unser Bevölkerungsschutz bietet viele Möglichkeiten: die klassische Notfallmedizin gehört da genauso dazu wie der Umgang mit Stromerzeugern und Zelten oder das Arbeiten am Funktisch in unserem Einsatzleitwagen.", erklärt Thomas Grüneis, "Wer sich bei uns engagieren möchte, erhält die nötige Ausbildung und ist herzlich willkommen." Wichtig wäre - neben der Bereitschaft, sich für andere Menschen einzusetzen - der freie Donnerstagabend. Denn da wird jetzt wieder jede Woche gemeinsam geübt.