Ungewöhnliches Seminar für Freiwilligendienstler

Schwabach, 30. Juli 2018

Nicht nur die Esel waren interessant-Helmut Winter zeigte den Besuchern u. a. auch die Schafe
Bildquelle: Simone Seidl

Besuch auf Eselhof war ein Highlight

Schwabach – Am 23.07.2018 fand auf dem Harmer Eselhof der Familie Winter das zweite Seminar „Tiergestützte Pädagogik“ für Freiwilligendienstleistende bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. statt. Über 50 junge Frauen und Männer leisteten zwischen 2017 und 2018 ein Freiwilliges Soziales Jahr oder Bundesfreiwilligendienst bei den Johannitern in Mittelfranken. Sie betreuen dabei Kinder in Kindergärten und Schulen, arbeiteten im Rettungsdienst und in der Erste-Hilfe-Ausbildung, unterstützen die Flüchtlingshilfe oder begleiteten Patienten im Fahrdienst. Neben der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen, besuchen die Freiwilligen während ihres Jahres auch diverse Seminarangebote, die ihnen vertiefte Kenntnisse über ihre Einsatzbereiche vermitteln und auch völlig neue Einblicke ermöglichen. So auch das Seminar „Tiergestützte Pädagogik“.

„Wir legen viel Wert darauf den jungen Menschen, die sich für ein Jahr darauf einlassen, anderen Menschen zu helfen, neue Impulse für ihr weiteres Leben und ihre bevorstehende Ausbildung mit zu geben“, so die Freiwilligentutorin der Johanniter Simone Seidl. Auf dem Eselhof der Familie Winter tummeln sich weit mehr Tiere, als nur die grauen Langohren, denen man bisweilen eine gewisse Sturheit nachsagt. Hasen, Meerschweinchen, Ponys, Ziegen und Schafe helfen Menschen in allen Alters- und vielen Problemlagen mit ihrer bedingungslosen Zuneigung, stellen sich für einfache Übungen und Spiele zur Verfügung und lassen sich bereitwillig das weiche Fell kraulen.

Auch die Esel freuen sich über die jungen Freiwilligen, die sie putzen und streicheln. Anja Winter, Fachkraft in der tiergestützten Intervention, erklärt den Besuchern, wie sie die Esel und all die anderen Hoftiere im pädagogischen oder therapeutischen Bereich einsetzen kann. Helmut Winter ergänzt das Seminar mit seinen Erfahrungen aus der hundegestützten Intervention, einem Angebot, welches bereits seit 2006 bei den Johanniter in Mittelfranken umgesetzt und ständig weiterentwickelt wird. So erklärte er den Jugendlichen auch, was es mit dem Johanniter Angebot der „Lesehunde“ auf sich hat, die Kinder mit Lese- oder Sprachstörungen unterstützen.

Die jungen Freiwilligendienstler genossen sichtlich den Ausflug zu den tierischen Helfern und fanden das ungewohnte Unterrichtsambiente spannend. Für den kommenden Herbst freuen sich die Johanniter Mittelfranken noch über Bewerbungen, da noch einige der über 50 zur Verfügung stehenden Einsatzbereiche unbesetzt sind.