Den Teufelskreis durchbrechen

München, 19. Februar 2019

„Wir wollen den Teufelskreis aus Armut, geringer Bildung und fehlenden Zukunftschancen durchbrechen“, erzählt die Einrichtungsleiterin des Dominik-Brunner-Hauses der Johanniter, Renate Schemann. Die Sonderpädagogin und ihr Team sind dabei sehr erfolgreich. „Die Mehrheit der von uns geförderten Grundschulkinder erhalten eine Empfehlung für Realschule oder Gymnasium,“ freut sich die Einrichtungsleiterin.

Die seit 2009 bestehende Einrichtung wurde vor anderthalb Jahren mit Hilfe der Dominik-Brunner-Stiftung deutlich erweitert. Aus den ursprünglich zwei Gruppen für 24 Kinder im Grundschulalter sind mittlerweile Gruppen für 104 Kinder im Alter von einem bis 16 Jahren geworden.

Der regelmäßig erscheinende Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung zeigt: Die Chancen benachteiligter Schüler bleiben die große Herausforderung für die Schulpolitik. Dies gilt vor allem für den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft. Trotz leichter Verbesserungen liegen Neuntklässler aus sozioökonomisch schwächeren Milieus in ihrer Lesekompetenz immer noch mehr als zwei Schuljahre hinter ihren Klassenkameraden aus privilegierten Milieus zurück.

Breites Integrationsprogramm
Das Team des Dominik-Brunner-Hauses der Johanniter fördert Kinder benachteiligter Familien aus vielen verschiedenen Nationen. Für jedes Kind wird ein individueller Förderplan entwickelt und von pädagogischen Fachkräften angepasst.

Regelmäßig geführte Gespräche zwischen Fachkräften und Eltern ergänzen diese Maßnahmen. Durch enge Vernetzung mit Schulen, anderen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, den Gremien des Stadtbezirks Ramersdorf und Neuperlach, Kinderärzten, Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten und Ehrenamtlichen wird sichergestellt, dass die Unterstützung ihren Sinn und Zweck erfüllt und die Ressourcen der Kinder und der Familien optimal ausgeschöpft werden.

Darüber hinaus ermöglicht das Dominik-Brunner-Haus der Johanniter eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit reichlich Bewegungsraum im Haus, auf dem Grundstück oder in der benachbarten Grünanlage. Auch der Stadtteil Ramersdorf soll kennen und nutzen gelernt werden. Des Weiteren umfasst die Förderung erlebnispädagogische Maßnahmen wie Klettern oder Reiten sowie Ausflüge und Wochenendfahrten.

Ermöglicht wird die Förderung der Kinder und Jugendlichen im Dominik-Brunner-Haus der Johanniter – neben den staatlichen und kommunalen Zuschüssen – durch die Hilfe von Stiftungen wie der Dominik-Brunner-Stiftung, Unterstützern, Spendern und den Fördermitgliedern der Johanniter-Unfall-Hilfe.

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