Peißenberger Johanniter werben für den Weihnachtstrucker

Puchheim/Peißenberg, 13. Dezember 2018

In Albanien, einem der ärmsten Länder Europas, herrschen auch heute noch zum Teil unvorstellbar schlechte Lebensbedingungen. Daher gehört der kleine Balkanstaat mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern seit Jahren zu den Zielregionen der Johanniter-Weihnachtstrucker. Diese werden auch in diesem Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr mit ihren Hilfspaketen ein kleines Stück Lebenshilfe und ein Zeichen der Hoffnung zu den Ärmsten der Armen bringen. Wie in der Vergangenheit ist der Ortsverband Peißenberg des Regionalverbands Oberbayern an der großen Hilfsaktion beteiligt und hat dies beim Christkindlmarkt in Peißenberg gezeigt.

Im vergangenen Jahr bestand der Konvoi nach Albanien aus sechs LKW mit 7.119 Paketen, zwei Begleitfahrzeugen und insgesamt sechzehn Personen. Die Leitung hatte Christian Stögbauer inne. Für den Familienvater aus dem oberbayerischen Schongau war es bereits die elfte Tour mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker, die achte als Konvoileiter – er war bereits in Rumänien und mehrmals in Albanien mit dabei – und seine erste, bei der er diese Aufgabe vom Führerhaus eines LKW aus erfüllte.

Eine zentrale Anlaufstelle für die Johanniter-Weihnachtstrucker ist stets das Kloster in Shkoder im Norden Albaniens – einer Gegend, in der viele Familien noch in Blutrache leben. Dort setzt sich seit mehr als zehn Jahren die in Donauwörth geborene Sr. Maria Christina Färber gemeinsam mit ihren Ordensschwestern für die notleidende Bevölkerung ein. Die Frauen sind mit den örtlichen Gegebenheiten und den hier ansässigen Menschen bestens vertraut und stellen eine wertvolle Unterstützung bei der gerechten Verteilung der Hilfsgüter.

„Viele der Familien, vor allem in den ländlichen Gegenden, leben noch heute in unvorstellbar schlechten Zuständen. Sie leiden in den Wintermonaten unter Hunger und haben keine warmen Anziehsachen“, schildert Christian Stögbauer seine Eindrücke. „Viele der Kinder kommen bei Minustemperaturen barfuß und in viel zu dünner, teils kaputter Kleidung, um die Pakete in Empfang zu nehmen. Es mangelt an allem. Für mich als Vater ist es erschreckend wie alternativlos das Leben dieser Familien ist“, sagt er und ergänzt: „Ich bin froh, dass wir mit dem Weihnachtstrucker zumindest ein wenig helfen können und den Menschen zeigen, das ihr Schicksal uns nicht gleichgültig ist.“ Deshalb ist für Christian Stögbauer klar: Er wird auch in diesem Jahr wieder den Konvoi nach Albanien führen – gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Pfister – und dafür einen Teil seines Jahresurlaubs opfern.

Die Päckchen aus Deutschland, die jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit von den Johannitern gesammelt werden, enthalten gemäß einer vorgegebenen Packliste (diese ist nötig, um Probleme bei der Zollabfertigung zu vermeiden) bestimmte Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Speiseöl, Hygieneartikel sowie ein kleines Spielzeug für die Kinder.

„Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen uns mit ihren Päckchen bei dieser sinnvollen und segensreichen Sache unterstützen“, bittet Christian Achmüller, Ortsverbandleiter Peißenberg. Privatpersonen, Firmen, Schulen, Kindergärten und Vereine können ihre Päckchen noch bis zum 18.12. in den Dienststelle der Johanniter in Peißenberg abgeben.

Außerdem bietet der V-Markt in Schongau, Peiting und Saulgrub fertig gepackte Pakete zum vergünstigten Preis an um auch ihren Beitrag dafür zu leisten. Der V-Markt unterstützt die Weihnachtstrucker dieses Jahr zum ersten Mal nicht nur logistisch sondern auch als Sammelstelle und in Form von gesponserten Paketen.

Ihr Ansprechpartner Sarah Rizzato

Pressesprecherin

Dornierstraße 2
82178 Puchheim

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