Praxistag Schulsanitätsdienst

Puchheim, 30. März 2019

Beim Praxistag der Schulsanitäter der bayerischen Hilfsorganisationen in Puchheim trafen sich rund 300 Schulsanitäter von weiterführenden Schulen aus Bayern, um ihr Können aufzufrischen. Von den Johannitern waren 40 Kinder und Jugendliche mit ihren Ausbildern mit dabei. In achtunddreißig unterschiedlichen Workshops behandeln sie beispielsweise Verbrennungen, Knochenbrüche, Alkohol- und Drogennotfälle oder lernen, wie man sich im Katastrophenfall verhält. Im Fokus steht das neue Programm „Von Herzens- und Lebensrettern“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH). Das Programm richtet sich an die breite Öffentlichkeit und soll Hemmschwellen bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung abbauen. Es wird am Praxistag erstmals in Bayern eingesetzt.

 

Das neue Programm „Von Herzens- und Lebensrettern“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Dr. Elisabeth Babjar, Fachbereichsleiterin Ausbildung im Landesverband stellte es auf dem Praxistag vor. „Von Herzens- und Lebensrettern soll aufklären. Denn die Herzdruckmassage kann jeder machen“, sagt sie bei der Vorstellung. „Entscheiden ist, dass es schnell geht.“ Das Programm vermittelt kurz und knapp das Wissen zur Wiederbelebung, klärt Missverständnisse zur Überwindung von Hemmschwellen auf und setzt auf Praxissicherheit. Drei Fortbildungsstufen sind vorgesehen, sie qualifizieren zum „Herzensretter-Bronze“, „Silber“ und „Herzensretter-Gold“. Je nach Stufe beinhaltet das Programm das Wissen und die Praxis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Druckausübung, zur Wiederbelebung durch Druckausübung mit zusätzlicher Beatmung sowie zur Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Einsatz eines Automatisierten, Externen Defibrillators (AED).

 

Die fünf großen, bayerischen Hilfsorganisationen qualifizieren und betreuen mehrere tausend Schulsanitäter an rund tausend Schulen in Bayern. Der Praxistag wird von ihnen gemeinsam organisiert und durchgeführt. Das Fortbildungsangebot ist breit gefächert. Es reicht von Workshops zur Wundversorgung über die Behandlung von Knochenbrüchen bis zum Umgang mit Verbrennungen, Allergien oder akuten Bauchschmerzen. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit einem Rollstuhl umzugehen, einen Feuerlöscher zu bedienen und erhalten Informationen rund um den Katastrophenfall. Im Workshop „Psychosoziale Notfallversorgung“ stehen die jungen Ersthelfer selbst im Mittelpunkt und üben mit emotional belastenden Situationen zurecht zu kommen. Ein Rahmenprogramm mit der Ausstellung von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen sowie zentralen Vorträgen rundet die Veranstaltung ab.