Parlamentarischer Abend im Landtag

Potsdam, 12. Dezember 2018

Johanniter formulieren Wünsche an Politiker

Landtagspräsidentin Britta Stark und Innenminister Karl-Heinz Schröter verzieren Johanniter-Weihnachtsplätzchen

Bereits zum dritten Mal in Folge hat der Landesverband Berlin/Brandenburg am 12. Dezember zum Parlamentarischen Abend in den Brandenburgischen Landtag in Potsdam eingeladen. Landtagspräsidentin Britta Stark, Innenminister Karl-Heinz Schröter, Minister, Staatssekretäre, Abgeordnete und viele weitere geladene Gäste wurden von David Kreuziger und Götz-Georg von Randow, Mitglieder des Landesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Berlin/Brandenburg, begrüßt. Die Kantine des Landtags wurde passend zur besinnlichen Vorweihnachtszeit festlich geschmückt.

Im Zuge der aktuellen politischen Debatten rückten die Johanniter die Pflege und Kitas in den Fokus des Abends. In persönlichen Gesprächen brachten die Mitarbeiter den Abgeordneten ihren Pflegealltag und die Arbeit in den Kindertagesstätten näher. Auf der Veranstaltung wurden Forderungen an die Politik formuliert, die wichtigsten Themen wurden an einem Wunschbaum angehängt.

Rund 300 Frauen und Männer sind derzeit in den zehn ambulanten Pflegediensten und drei Tagespflegeeinrichtungen der Johanniter in Berlin und Brandenburg tätig. 53 examinierte Pflegekräfte und -hilfskräfte sollen allein im nächsten Jahr eingestellt werden. Damit dies gelingt - hier die drei wichtigsten Forderungen:

  • Wir wünschen uns eine leistungsgerechte Vergütung, der von uns erbrachten Arbeit: Pflege ist „zu billig“ in Brandenburg.
  • Wir wünschen uns die Förderung von Modellprojekten im Sozialraum.
  • Wir wünschen uns mehr Zeit für die Pflege.

Die Johanniter betreuen derzeit in Berlin und Brandenburg 23 Kindertageseinrichtungen. Bis 2019 sollen 1000 weitere Plätze hinzukommen. Hier fehlen 92 pädagogische Fachkräfte – die drei wichtigsten Wünsche:

  • Wir wünschen uns gute Arbeitsbedingungen und eine entsprechende Bezahlung, die dem Fachkräftemangel begegnen. Kinder und Jugendliche benötigen verlässliche Beziehungen und keine hohe Personalfluktuation.
  • Wir wünschen uns Kita-Öffnungszeiten, die voll ausfinanziert sind.
  • Wir wünschen uns Chancengleichheit: Kitas und Jugendhilfeangebote können Kindern und Jugendlichen die Welt aufschließen.

Der parlamentarische Abend ermöglicht den Johannitern, für die Werte, Positionen und Forderungen der Hilfsorganisation zu werben. David Kreuziger: „An diesem Abend konnten 50 Kolleginnen und Kollegen auf Tuchfühlung mit den Volksvertretern gehen und ihnen sagen, wo die Politik aus ihrer Sicht helfen muss.“ Doch auch die Politiker konnten beim gemeinsamen Plätzchenbacken ihre Wünsche und Hoffnungen für das neue Jahr formulieren. „Wir freuen uns über den herzlichen Empfang, die große Teilnahme und über das rege Interesse der Brandenburger Politiker an unserer Arbeit“, so David Kreuziger.

Ihr Ansprechpartner Grit Schreck

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Berlin/Brandenburg
Berner Str. 2-3
12205 Berlin