Bundesweite Prüfung für Rettungshunde abgeschlossen

Hennickendorf, 23. September 2018

29 Rettungshundeteams bestehen Prüfung und sind bereit für den Einsatz

Ihre feinen Nasen können Leben retten: Wie? Das zeigten 43 Teams aus ganz Deutschland bei einer bundesweiten Rettungshundeprüfung am 22. und 23. September in Hennickendorf und Luckenwalde. 36 Teilnehmer ließen sich in der Flächensuche prüfen, die 23 von ihnen erfolgreich absolviert haben. Allein in der Region Berlin/Brandenburg können nun 7 ausgebildete Flächensuchhunde bei der Suche von vermissten Personen eingesetzt werden. Von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) bestanden Karin von Schierstedt mit Hund Snicker und Kerstin Müller mit Hündin Antonia vom Regionalverband (RV) Potsdam-Mittelmark-Fläming. Zur Trümmersuche hatte sich in diesem Jahr niemand aus dem RV Potsdam-Mittelmark-Fläming angemeldet.

In der Trümmersuche bewältigten 6 von 7 Mensch-Hund-Teams die anspruchsvolle Prüfung, bei der die Durchfallquote bei etwa 50 % liegt. 33 weitere Johanniter-Teams kamen aus anderen Bundesländern. Von ihnen bestanden 16 Teams die Flächen- und 6 Teams die Trümmersuche.

Die Ausbildung zum Rettungshundeteam dauert rund zwei Jahre und wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die alle 18 Monate aufgefrischt werden muss. Die Prüfungen für Flächen- und Trümmersuchhunde bestehen jeweils? aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Die Mensch-Hund-Teams müssen in der 30.000m² großen Fläche bzw. auf einem 1.000m² großen Trümmergelände die Suche von vermissten Personen unter realitätsnahen Bedingungen zeigen. Beim Verweistest müssen die Hunde ihrem Hundeführer anzeigen, dass sie eine Person gefunden haben, ohne diese zu bedrängen. Auch das Zusammenspiel im Team und der Gehorsam werden geprüft. Organisiert wurde das umfangreiche Prüfungswochenende von der Johanniter-Rettungshundestaffel aus Hennickendorf.

Die Johanniter-Rettungshundestaffeln sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Sie werden über die jeweilige Leitstelle angefordert, wenn es darum geht, Vermisste oder Verunglückte zu finden. Ein Rettungshund kann 40 Helfer ersetzen: In nur 20 Minuten sucht er bis zu 30.000 Quadratmeter ab. Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen.