Johanniter-Multicopter erstellen Luftaufnahmen bei Waldbrand

Lieberose, 06. Juli 2018

400 ha Wald brennen seit gestern in der Lieberoser Heide - SEG F.L.I.G.H.T. angefordert

Seit Donnerstagnachmittag (5. Juli 2018) brennen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberoser Heide (Spree-Neiße) ca. 400 Hektar Wald und Heide. Da es sich um ein mit Munition belastetes Gebiet handelt, löscht die Feuerwehr den Brand aus Sicherheitsgründen nur von freigegebenen Wegen aus. Um dennoch einen Überblick über die Gesamtlage zu erhalten, wurde von der Einsatzleitung am Nachmittag die Schnelleinsatzgruppe (SEG) F.L.I.G.H.T. der Südbrandenburger Johanniter angefordert. Die SEG F.L.I.G.H.T. verfügt über verschiedenste Drohnen- bzw. Multicoptertypen für die individuellen Einsatzzwecke.

Im Video zeigen sich die Dimensionen des Waldbrandes auf dem munitionsverseuchten ehemaligen Truppenübungsplatz. Knapp acht Stunden unterstützen die Johanniter mit Luftbildern permanent die Einsatzleitung und lieferten so wertvolle taktisch relevante Einsatzinformationen. Die Brände in der Lieberoser Heide umfassten in der größten Ausdehnung eine Fläche von rund 400 Hektar, das entspricht 560 Fußballfeldern.

Über 125 Einsatzkräfte waren gleichzeitig im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bekommen. Auf Anforderung des Landkreises Spree-Neiße unterstützte zunächst die Bundespolizei mit einem Hubschrauber durch Waldbrandbekämpfung aus der Luft. Ebenfalls auf Anforderung der Einsatzleitung des Landkreises bat das Koordinierungszentrum Krisenkommunikation (KKM) über das Landeskommando Brandenburg die Bundeswehr um Bereitstellung eines Hubschraubers mit Löschwasseraußenbehälter für die Brandbekämpfung. Dieser kam dann heute zum Einsatz.

"Unsere Drohnen sollen in erster Linie bei komplizierten und umfangreichen Einsatzlagen als ein fliegendes Auge dienen", sagt Johanniter Regionalvorstand Andreas Berger-Winkler nach dem Einsatz und ergänzt: "Gefährliche Einsatzorte können somit ungefährdet für den Menschen erreicht und begutachtet werden. Derzeit sind acht Einsatzkräfte der Johanniter als Drohnenpiloten ausgebildet, die dann im Einsatzfall die Drohne steuern und dem Einsatzleiter Livebilder der Einsatzstelle zur Verfügung stellen."

Übrigens freuen sich die Johanniter immer über Verstärkung in ihren verschiedenen Facheinheiten des Katastrophenschutzes. Einfach via www.johanniter.de/sbb oder www.facebook.com/juh.sbrb informieren und Kontakt aufnehmen.

Ihr Ansprechpartner Jens Rohloff

Werner-Seelenbinder-Ring 44
03048 Cottbus

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