Bundesamt stellt erstmals bundesweite Empfehlungen für den Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz vor

Bonn / Südbrandenburg, 04. Juni 2019

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat erstmals gemeinsam mit über 50 Expertinnen und Experten aus den Hilfsorganisationen, Feuerwehren, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie Fachleuten aus der Luftfahrt Empfehlungen für Gemeinsame Regelungen zum Einsatz von Drohnen im Bevölkerungsschutz erarbeitet.

"Drohnen können im Bevölkerungsschutz viele gute Dienste leisten. Ich bin davon überzeugt, dass durch die Anwendung der erarbeiteten Regelungen Drohneneinsätze in Unglücks- und Krisenfällen sicherer und deutlich effektiver werden. Dies gilt insbesondere für Großschadenslagen, wenn mehrere Teams im Einsatz sind. Diese Ziele hatten alle Beteiligten stets im Blick, obwohl es viele schwierige Fragestellungen gab", betonte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Bestätigen können dies die Drohnenexperten der SEG F.L.I.G.H.T. (Schnelleinsatzgruppe Fernerkundung und LuftinformatIonsgewinnung Hochauflösend und Thermographisch) der Johanniter Südbrandenburg, die aufgrund ihrer Arbeitsweise und Erfahrungen durch verschiedenste Einsätze zur Arbeitsgruppe des BBK gehören.

Seit drei Jahren halten die Johanniter die SEG F.L.I.G.H.T. vor. Zur Ausrüstung gehören verschiedenste Drohnen- und Multicoptertypen, welche mit hochauflösenden Kameras, teilweise sogar mit Wärmebildfunktion ausgerüstet sind. Die Experten der Johanniter steuern nicht nur die fliegenden Einsatzmittel sondern stehen den Einsatzleitungen darüber hinaus als Fachberater bei den verschiedensten Einsatzszenarien zur Seite.

Der Mehrwert von Drohnen für den Bevölkerungsschutz zeigt sich insbesondere beim Einsatz in unzugänglichem oder gefährlichem Gelände sowie in unübersichtlichen Lagen. Mit Drohnen können die Einsätze besser koordiniert und das Risiko für die Einsatzkräfte reduziert werden. "Drohnen können beispielsweise bei der Erstellung eines Lagebildes, beim Auffinden von Menschen oder Tieren, etwa durch Wärmebild-Sensorik, sowie beim Transport von kleineren Gegenständen unterstützend wirken", so Unger.

Die Gemeinsamen Regelungen wurden zu dem Zweck erarbeitet, organisationsübergreifend einheitliche Mindeststandards für Einsatzplanung, Betrieb, Aus- und Fortbildung, Übung sowie Risikomanagement zu definieren. Diese Aspekte dienen nicht zuletzt der Flugsicherheit. Die Empfehlungen stehen auf der Webseite des BBK (www.bbk.bund.de/drohnen) oder der Johanniter Südbrandenburg (www.johanniter.de/flight ) zum Download zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner Jens Rohloff

Werner-Seelenbinder-Ring 44
03048 Cottbus

Kartenansicht & Route berechnen