Grußwort von Britta Ernst

Potsdam, 08. Dezember 2017

der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landeswettkampfs der Johanniter,

seit mehr als 900 Jahren stehen die Johanniter in der Tradition des Helfens - getreu ihrem Motto "den leidenden Menschen unserer Zeit beizustehen". Mit knapp 65 Jahren ist die Johanniter-Unfall-Hilfe in Deutschland zwar deutlich jünger, doch was im frühen Mittelalter wichtig war, ist es heute auch noch: Menschen in Notlagen zu helfen.

Wie gut das funktioniert und was dafür nötig ist, demonstrieren wieder mehr als 200 Johanniter-Jugendliche auf ihrem dreitägigen Landeswettkampf. In diesem Jahr wird der Wettstreit unter Regie des Regionalverbandes Oderland-Spree in Fürstenwalde/Spree ausgetragen. Aus allen Teilen Brandenburgs reisen die Unfallteams, die jüngeren und älteren Ersthelfer an, um ihre Kräfte in Theorie und Praxis zu messen und ihr Können zu zeigen. Stets auch eine gute Gelegenheit, im sportlich-fairen Wetteifern echten Johanniter-Geist zu erleben. Dafür übernehme ich gern die Schirmherrschaft und drücke den siegreichen Mannschaften schon mal jetzt die Daumen für den Bundeswettkampf!

Menschen in Not zu helfen, ist eine schöne, eine wichtige Aufgabe. Mit ihren vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern sind die Johanniter eine feste Stütze unseres Sozialsystems. So lernen Kinder und Jugendliche bereits von klein auf Menschlichkeit und Solidarität. Beides sind die Grundpfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ohne dieses Maß an Empathie und Hilfsbereitschaft ist das friedliche Miteinander in unserem Land nur schwer vorstellbar.

Doch die Johanniter-Jugend ist weit mehr als nur "Pflasterkleben", denn sie engagiert sich über die Unfallhilfe hinaus auf vielen weiteren Gebieten. Gemeinsam mit den anderen "helfenden Verbänden" organisieren die Johanniter Workcamps im ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück. Sie initiieren und betreuen zahlreiche Projekte der außerschulischen Jugendbildung und abwechslungsreiche Ferienprogramme. In den vielen Jugendgruppen der Organisation kommen junge Menschen zusammen, diskutieren und engagieren sich gesellschaftlich. Ihre Beteiligung ist im Jugendverband täglich gelebte Praxis.

Alles zusammen macht deutlich: Die Menschen können sich auf die Johanniter verlassen - ob in Notfällen oder für eine interessante Freizeitgestaltung! Ich danke allen Johannitern, die so engagiert dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen eine sinnstiftende Beschäftigung zu ermöglichen. Wie erfolgreich dies geschieht, wird sich Anfang Juni in Fürstenwalde/Spree erneut zeigen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Landeswettkampfs spannende Wettbewerbe, viele interessante Treffs mit Gleichaltrigen aus Brandenburg sowie eine schöne Party am Abend!

Britta Ernst
Ministerin für Bildung, Jugend und Sport