Auszeichnung für Christoph Life

Hannover, 29. November 2012

Zukunftsorientierung, Innovation und Umsetzungsstärke sowie Vorbildwirkung und Ansporn: All das zeichnet laut einer hochkarätigen Jury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ den Hubschrauber-Simulator Christoph Life der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover und der Traumastiftung aus. Deshalb erhielt er die begehrte Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“.


„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Konzept aus mehr als 2000 Bewerbern ausgewählt wurden. Das zeigt die hohe Wertschätzung für optimal ausgebildete Rettungskräfte“, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Bildungsinstitut Hannover. Er nahm den Preis zusammen mit Prof. Christian Krettek und im Beisein von Prominenten wie Hans-Peter von Kirchbach, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Axel Brockmann, Polizeipräsident der Polizeidirektion Hannover, und Christian Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, entgegen, den Christian Blöhs, Deutsche Bank Private Wealth Management, überreichte. „Die ‚Ausgewählten Orte 2012‘ sind mehr als Ideen“, sagte Blöhs. „Sie sind alltagstauglich, fortschrittlich und oft genug lebensrettend. Und es sind die Menschen dahinter, die sich mit all ihrer Kraft und Leidenschaft einbringen.“
 

Optimale Trainingsbedingungen
Christoph Life findet weltweit Beachtung. Internationale Besuchergruppe reisen etwa aus London oder Japan an, um sich zu informieren. Der Simulator Christoph Life ermöglicht das optimale Teamtraining in einem Rettungshubschrauber und ist in das Trainingszentrum SAN-Arena in der Johanniter-Akademie eingebunden, wo unter anderem Übungsszenarien wie Unfälle im Straßenverkehr, auf Baustellen oder in Haushalten trainiert werden können. „Dadurch haben Helfer die Möglichkeit, das Zusammenspiel von boden- und luftgebundener Rettung optimal zu üben“, sagt Thomas Mähnert, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Niedersachsen und Bremen. Bei dem Projekt haben die Traumastiftung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., die in Hannover den Rettungshubschrauber Christoph 4 betreibt, ihr Erfahrungswissen gebündelt und das in seiner Art einmalige Aus- und Weiterbildungskonzept entwickelt. Mehr als 130 Rettungsassistenten und Notärzte wurden seit Projektstart 2010 geschult.


Von den Abläufen des Trainings konnten sich die Gäste während der Preisverleihung selbst überzeugen. Moderiert von Dr. Christian Zeckey, leitender Hubschrauberarzt Christoph 4, wurde ein Einsatz simuliert. Die Crew hatte dabei neben der Versorgung des Patienten auch das Problem eines Feuers an Board zu lösen.

 

Fehler minimieren, Abläufe verbessern
Zuvor hatte Prof. Christian Krettek, Direktor der Unfallchirurgischen Klinik der MHH und Leiter der Traumastiftung, eindrucksvoll gezeigt, welche wichtige Rolle die Luftrettung in der Patientenversorgung spielt. Er ließ teilhaben an den Abläufen eines realen Einsatzes. „Christoph Life hilft, Fehler zu minimieren und Abläufe zu optimieren“, sagte Prof. Christian Krettek.


Auszeichnung für herausragende Projekte
Das Konzept des Christoph Life überzeugte auch die Jury des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“, den die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank seit 2006 ausschreibt. Mit dem Preis werden herausragende Projekte und Ideen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten, ausgezeichnet.

 

Fotonachweis: Johanniter/Maike Müller