Wenn die Eltern Hilfe brauchen

Hannover, 24. September 2018

Foto: Johanniter/Boris Breuer

Bis ins hohe Alter selbständig in der gewohnten häuslichen Umgebung leben und sich dabei sicher fühlen – das wünschen sich viele Menschen.

Zahlreiche technische Hilfsmittel können heute Senioren darin unterstützen, länger eigenständig in der eigenen Wohnung zu leben: Rollatoren helfen, Stürze zu verhindern und erweitern den Bewegungsradius, Greifhilfen können häufiges Bücken im Haushalt vermeiden, mit Hilfe einer geeigneten Lupe lässt sich auch Kleingedrucktes entziffern. Auch der Hausnotruf ist ein solches Hilfsmittel. Wenn doch einmal etwas passiert, ermöglicht er es, schnell professionelle Hilfe zu rufen – eine große Entlastung nicht nur für ältere Menschen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen.

Doch wann ist der Punkt erreicht, an dem Hilfe notwendig wird? Vielen Senioren fällt es schwer, sich und ihren Angehörigen einzugestehen, dass sie Unterstützung im Alltag benötigen. Kinder und Enkel erkennen dies oft früher als die Betroffenen selbst.

Aber wie kommt man in der Familie am besten ins Gespräch zu diesem Thema? Und wie findet man anschließend gemeinsam die passende Unterstützung? Für Angehörige in dieser Situation hat Mirko Dudek, Leiter Notrufdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Niedersachsen und Bremen, vier einfache Tipps parat:

Das soziale Umfeld aktivieren: Ältere Menschen davon zu überzeugen, dass sie Unterstützung für ein eigenständiges Leben zu Hause brauchen, kann durchaus schwierig sein. Beziehen Sie andere Familienangehörige, Freunde und Bekannte mit ein und teilen Sie sich die Aufgabe

Gemeinsam beraten lassen: Helfen Sie bei der Wahl des Hilfsmittels. Sanitätshäuser und Pflegestützpunkte bieten umfassende Beratungsmöglichkeiten an. Auch Haus- und Fachärzte geben Tipps. Wichtig dabei: Zeigen Sie anhand von positiven Beispielen auf, welche praktischen Vorteile solche Hilfsmittel bieten, um weiter selbständig den Alltag zu meistern.

Angst vor der Handhabung nehmen: Viele Anbieter von Hilfsmitteln bieten Probewochen an. Physiotherapeuten oder Mitarbeiter von Sanitätshäusern können beim Umgang schulen. Auch Hausnotrufdienste können unverbindlich getestet werden. Wichtig: Helfen Sie Ihren Angehörigen nicht nur bei der Anschaffung, sondern üben Sie auch ein paarmal gemeinsam, wie man beispielsweise den Hausnotruf richtig benutzt. Auch diese Aufgabe lässt sich gut mit anderen Familienangehörigen teilen, z.B. mit den oft technisch versierteren Enkeln.

Kosten klären und Kostenübernahme durch die Pflegekasse prüfen: Praktische Alltagshelfer für ältere Menschen müssen nicht teuer sein: Hilfsmittel wie Rollatoren oder der Hausnotruf beispielsweise werden von der Pflegekasse bezuschusst.

„Eine wichtige Unterstützung für ältere Menschen ist nach unserer Erfahrung ein Hausnotruf“, sagt Mirko Dudek. „Der Johanniter-Hausnotruf bietet die Möglichkeit, sich sicher in der gewohnten häuslichen Umgebung zu fühlen – besonders, wenn man alleine lebt und die Angehörigen nicht in unmittelbarer Nähe wohnen“, so der Experte weiter. „Die Gewissheit, dass immer jemand zur Stelle ist, wenn Hilfe nötig sein sollte, ist für alle Beteiligten wichtig – für die älteren Menschen wie für ihre Angehörigen.“

Johanniter-Sicherheitswochen: Vier Wochen lang kostenlos testen

Eine Gelegenheit, den Johanniter-Hausnotruf auszuprobieren, besteht im Rahmen der Johanniter-Sicherheitswochen vom 24. September bis zum 31. Oktober 2018. In diesem Zeitraum kann der Hausnotruf vier Wochen lang kostenlos getestet werden.

Verschiedene Leistungspakete stellen sicher, dass die individuelle Hausnotruflösung genau das bietet, was der Kunde braucht.

Herzstück des Johanniter-Hausnotrufs ist ein kleiner Sender, der als Armband, Halskette oder Clip getragen werden kann. Wenn Hilfe benötigt wird, genügt ein Knopfdruck, um die Hausnotrufzentrale der Johanniter zu erreichen. Mitarbeiter nehmen rund um die Uhr den Notruf entgegen und veranlassen die notwendige Hilfe. Auf Wunsch werden automatisch die Angehörigen informiert.

Wichtig zu wissen: Der Hausnotruf gilt als Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI und bei Erfüllen der Voraussetzungen übernimmt die Pflegekasse die Kosten. Die Beantragung wird gerne von den Johannitern unterstützt. Auch können die Ausgaben für den Hausnotruf von der Steuer abgesetzt werden, denn er ist als haushaltsnahe Dienstleistung anerkannt.

Weitere Informationen finden Sie unter 0800 3233 800 (gebührenfrei) oder im Internet unter www.johanniter.de/hausnotruf.

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